Probeaufbau des mobilen Hochwasserschutzes in Stetzsch-Gohlis-Cossebaude
Im August jährt sich in Dresden zum 20. Mal die Jahrhundertflut, die großen Schaden angerichtet hatte. Seitdem hat die Stadt einiges getan, um solch ein neues Ausmaß gering zu halten - unter anderem durch mobile Hochwasserschutzanlagen. Damit diese auch im Ernstfall wirklich funktionieren und jeder Handgriff sitzt, werden sie probehalber aufgebaut.
Am Mittwoch war der mobile Hochwasserschutz entlang der Elbe in Stetzsch, Gohlis und Cossebaude dran. Von 6 Uhr bis ca. 12 Uhr haben Fachleute des städtischen Regiebetriebes Zentrale Technische Dienstleistungen die Anlage auf- und wieder abgebaut. Dabei sichteten, reinigten und warteten sie die Anlage, sodass sie bei Hochwasser garantiert einsatzfähig ist. Der Probeaufbau diente gleichzeitig als Übung für die Mitarbeiter des ZTD, damit sie im Ernstfall alle Funktionen und Handgriffe fachgerecht und schnell ausführen können.
Christina Schenk, Betriebsbeauftragte für den mobilen Hochwasserschutz und Abteilungsleiterin Verkehrsinfrastrukturunterhaltung im ZTD, erläutert: „Die zirka 5.000 Meter lange Hochwasserschutzanlage zwischen Stetzsch und Cossebaude besteht aus einem Deich und einer Hochwasserschutzwand mit Durchgängen. Ein Teil der Schutzwand wird mit mobilen Anlagenteilen erhöht bzw. die Durchgänge geschlossen. Im Ernstfall geschieht dies bei einem Pegel Elbe-Dresden von circa sechs Metern.“
Den gesamten Probeaufbau begleiteten Sachverständige der Landestalsperrenverwaltung Sachsen und der Unteren Wasserbehörde Dresden im Umweltamt.
Die Flutschutztore direkt in Dresden werden jährlich aufgebaut, alle anderen mobilen Hochwasserschutzanlagen in einem Rhythmus zwischen drei und sechs Jahren.
