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Porzellan-Manufaktur überprüft Produktpalette

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Meißen (dpa/sn) - Nach dem aktuellen Millio­nen­ver­lust will die Staat­liche Porzellan-Manufaktur Meissen ihre Produkte genau unter die Lupe nehmen. „Wir werden fragen: Was passt zu Meissen? Wie laufen die Produkte am Markt? Womit verdienen wir Geld?“, sagte Geschäfts­führer Tillmann Blaschke der Deutschen Presse-Agentur. Nach dem ersten Halbjahr 2016 sollen erste Ergeb­nisse vorliegen. Entlas­sungen seien nach derzei­tigem Stand nicht geplant - gleich­wohl soll es auch in diesem Jahr wieder Kurzar­beit in einzelnen Berei­chen geben. Das Unter­nehmen hatte für die Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH jüngst einen Verlust von 19,2 Millionen Euro für 2014 ausge­wiesen, bei einem Umsatz von 37,9 Millionen Euro. Zusätz­liche Steuer­gelder seien dennoch nicht notwendig, betonte Blaschke. „Der Freistaat Sachsen steht zur Staat­li­chen Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH und deren Mitar­bei­tern und wird das Unter­nehmen weiterhin unter­stützen“, hieß es aus dem Finanz­mi­nis­te­rium. Dennoch werde die 2009 einge­schla­gene Unter­neh­mens­stra­tegie auf Nachhal­tig­keit geprüft. Der frühere Geschäfts­führer Chris­tian Kurtzke wollte den Tradi­ti­ons­be­trieb in einen Luxus­kon­zern umwan­deln.