Polizeigroßeinsatz wegen Demos in der Neustadt
In der Dresdner Neustadt ist die Polizei seit Montagnachmittag im Großeinsatz, viele Einsatzkräfte sind wegen der Pegida-Demo und mehreren Gegendemos angerückt. Pegida hat vom Bahnhof Neustadt eine Runde über Albertplatz und Königsstraße gedreht. Die Forschungsgruppe "Durchgezählt" ermittelte bei Pegida etwa 2000 bis 2500 Teilnehmer. Beim Gegenprotestwurden etwa 1900-2200 Teilnehmer von Durchgezählt ermittelt, etwa 1700-2000 hatten sich an der größten Demo am Albertplatz und am Gang durch die Neustadt beteiligt.Bei Pegida fehlte Lutz Bachmann wegen einer Familienfeier. Thema war auf der Bühne die Präsidentenwahl in Österreich. Wegen des aufziehenden Gewitters war der Demonstrationszug diesen Montag sehr schnell auf einer kurzen Strecke unterwegs, die Organisatoren hatten einen Abbruch angekündigt, sollte das Unwetter aufziehen. Polizei stockt Aufgebot aufRechtsextreme hatten in sozialen Medien mit martialischen Aufrufen und Bildern von brennenden Gebäuden in der Neustadt dazu auf, die "Antifa zu zerschlagen" und "Linksextremismus zu bekämpfen". Konkret wollten diese vom Straßburger Platz, über die Antonstraße zum Bahnhof Neustadt. Die Gruppierung wurde am Rosa-Luxemburg-Platz von der Polizei in der Linie 13 gestoppt und festgehalten. Nach etwa einer Stunde wurden die mutmaßlichen Hooligans einzeln aus dem Kessel entlassen, Personalien wurden festgestellt und Platzverweise ausgesprochen. Die Polizei hatte sich auf einen "normalen" Demo-Montag vorbereitet, stockte allerdings ihr Aufgebot im Vergleich zu anderen Demo-Montagen um etwa eine Hundertschaft auf. Das teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage unseres Senders mit.Im Simmel-Center am Albertplatz schlossen kurz vor 18:00 Uhr bereits vorzeitig die ersten Geschäfte wegen der Demonstrationen.Vier Gegendemos„Gepida“ hatte zu vier Demos und Kundgebungen am Albertplatz, am Alaunplatz und für den Bereich zwischen Carolaplatz und Antonstraße/Leipziger Straße aufgerufen.Autofahrer und Bahnfahrgäste mussten zeitweise massive Einschränkungen hinnehmen.Zudem sorgte ein LKW-Unfall bereits am späten Nachmittag für Verkehrschaos. Auf der A4 war zwischen Neustadt und Altstadt ein LKW verunglückt, Autofahrer standen über eine Stunde im Stau. Auch in der Neustadt kam es dadurch auf Königsbrücker, Hansastraße, Stauffenbergallee und anderen Nebenstraßen zu erheblichen Staus.