• Bereits im Oktober 2015 war die Polizei im Einsatz, damals kamen die ersten Flücht­linge an der Asylun­ter­kunft an. (Foto: Archiv)

    Bereits im Oktober 2015 war die Polizei im Einsatz, damals kamen die ersten Flücht­linge an der Asylun­ter­kunft an. (Foto: Archiv)

Polizeieinsatz in Übigau

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Die Polizei hat eine Bürger­wehr in Übigau überprüft. 12 Mitglieder der Initiativ "Wir sind Übigau" waren Montag­abend an der Asylun­ter­kunft Thäter­straße aufge­taucht. Bereits in der vergan­genen Woche waren Mitglieder der Gruppe auf das Gelände der Unter­kunft gelangt. Sie erhielten vom Sicher­heits­dienst ein Hausverbot.

Die Mitglieder der Bürger­wehr tragen gelbe Warnwesten mit der Aufschrift "Bürger­streife Übigau - WsÜ". Sie selbst wollen nicht als Bürger­wehr, sondern als "Bürger­streife" benannt werden. Die Mitglieder wollten nach Angaben der Polizei ein Alkohol­verbot in der Unter­kunft erwirken. Zudem zeigen die Mitglieder in Übigau Präsenz.

Auf ihrer Facebook-Seite hatte die Initia­tive Ende Januar angekün­digt: "Wir wollen den Schutz aller Übigauer Bürge­rinnen und Bürger durch präsentes Auftreten als ergän­zende Maßnahme, um z. B. Straf­taten vorzu­beugen, für unseren Stadt­teil erwei­tern in welchem die Polizei nicht ausrei­chend präsent ist und sein kann, um diesen sicherer zu machen und möchten somit eine vernünf­tige Zusam­men­ar­beit mit der Polizei fördern. In den Einsätzen werden wir abwech­selnd in Gruppen durch Übigau laufen und unser Handeln wird sich stets nach einer defen­siven und deeska­lie­renden Grund­hal­tung orien­tieren."

Die Polizei hat nun die Identität von 12 Mitglie­dern festge­stellt und sie über ihre Rechte und Pflichten aufge­klärt. Ein Straf­tat­ver­dacht ergab sich nicht, teilte die Polizei mit. Man werde aber die Situa­tion vor Ort weiter beobachten, teilte die Polizei mit.

Bereits im Oktober 2015 war es beim Bezug der Asyl-Unterkunft zu einem Polizeieinsatz gekommen.