Polizei zieht nach Dresdner Neonazi-Marsch Fazit
Nach den Protesten gegen den Aufmarsch von Rechtsextremen in Dresden hat die Polizei ein Fazit gezogen. „Der Tag war geprägt von Angriffen gewalttätiger Personen, die sich insbesondere gegen Polizeibeamte richteten“, sagte Polizeipräsident Dieter Hanitsch am Abend. Er dankte deshalb den rund 4.500 Einsatzkräften und der Bundespolizei. „Durch deren Engagement und professionelles Handeln konnten die teilweise prekären Situationen bereinigt werden.“ Insgesamt wurden mehr als 50 Polizisten verletzt. Mit stundenlangen Protesten und teilweise gewaltsamen Blockaden hatten tausende Menschen in Dresden erneut einen genehmigten Aufmarsch von Rechtsextremen verhindert. Statt der erwarteten 4.000 Neonazis war nur ein Bruchteil gekommen. Die Polizei nahm über 50 Demonstranten wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Körperverletzung und Widerstandes gegen Polizeibeamte in Gewahrsam. Bei 200 Menschen wurden die Personalien aufgenommen. Rund 500 Neonazis waren mit dem Zug von Dresden nach Leipzig gefahren, wo ihnen eine Kundgebung untersagt wurde. Im Bahnhof sei es zu keinen Zwischenfällen zwischen den Rechtsextremen und Gegendemonstranten gekommen, teilte die Leipziger Polizei am Samstagabend mit. Allerdings habe es im Zuge des Protestes gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Personen aus dem linken und dem rechten Spektrum in der Stadt gegeben. Es sei es zu Sachbeschädigungen gekommen.