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Polizei will Versammlung von „Querdenken“ verhindern

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Die Dresdner Polizei will die Corona-Proteste von Anhängern der „Querdenken“-Bewegung am Samstag verhindern. Die Stadt hatte bereits Anfang der Woche mehrere Versammlungen untersagt und das Verbot auch vom Verwaltungsgericht Dresden bestätigt bekommen. Am Freitag hielt das juristische Tauziehen aber an. Der Anmelder war mit einem Eilantrag vor das Oberverwaltungsgericht nach Bautzen gezogen. Eine Entscheidung stand bis zum späten Nachmittag aus.

Unabhängig vom Ausgang der rechtlichen Auseinandersetzung hat sich die Polizei wie bei früheren Anlässen darauf eingestellt, dass Kritiker der Corona- Schutzmaßnahmen dennoch in die Innenstadt kommen. Die vorherigen Einsätze hätten gezeigt, dass sich die Anhänger der „Querdenken“-Bewegung nicht an die Verbote halten würden, so Polizeisprecher Thomas Geithner. Unterstützung erhalten die Beamten am Samstag von Kollegen aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg und von der sächsischen Bereitschaftspolizei. 

Es wird mit erheblichen Verkehrseinschränkungen rund um die Innenstadt gerechnet. Autofahrer sollten diesen Bereich möglichst vermeiden.

Update 14.05.-21:00 Uhr: Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat das Verbot bestätigt. „Es ist ebenfalls der Auffassung, dass die Eindämmung der Verbreitung der Corona-Virus-Krankheit 2019 (COVID-19) durch die angemeldeten Versammlungen erheblich gefährdet ist“, heißt es in einer Mitteilung vom Abend.

Update 15.05.-12 Uhr: 

Laut Polizeisprecher Marko Laske ist die Lage in der Innenstadt noch entspannt. Bislang habe es keine größeren Ansammlungen gegeben.