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Polizei will Hooligans vor Polen-Spiel gezielt ansprechen

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Nach den Ausschrei­tungen bei der Fußball-EM in Frank­reich will die Dresdner Polizei nun Hooli­gans aus dem Umfeld von Dynamo Dresden gezielt anspre­chen. Einen entspre­chenden Bericht der „Sächsi­schen Zeitung“ vom Dienstag bestä­tigte die Polizei. Die sogenannten Gefähr­deran­spra­chen sollen noch am Dienstag erfolgen, sagte Polizei­spre­cher Thomas Geithner.Das Innen­mi­nis­te­rium hatte am Montag mitge­teilt, dass man im Vorfeld solche Anspra­chen und auch andere Maßnahmen zur Verhin­de­rung der Anreise poten­zi­eller Störer von Polizei­dienst­stellen geprüft habe. „Aufgrund der bishe­rigen Erkennt­nis­lage waren diese bislang als nicht geeignet oder nicht erfor­der­lich bewertet bezie­hungs­weise lagen die recht­li­chen Voraus­set­zungen für den Erlass von Maßnahmen nicht vor“, hieß es.Vor dem Auftakt­spiel der DFB-Elf am Sonntag hatten rund 50 deutsche Hooli­gans ukrai­ni­sche Fans in der Innen­stadt von Lille angegriffen. Ob auch sächsi­sche Hooli­gans betei­ligt waren, ist noch nicht restlos geklärt. Im Internet hatten Leute behauptet, in Lille mitzu­mi­schen. Bei Twitter war ein Foto aufge­taucht, das etwa 30 Männer mit der Reichs­kriegs­flagge vor dem Bahnhof in Lille zeigt. Die Dresdner Polizei konnte unter­dessen mindes­tens zehn von ihnen als gewalt­be­reite Dynamo-Fans identi­fi­zieren. (DPA)