Polizei wertet Dynamo-Einsatz aus - Rostock reagiert
Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat sich für die Ausschreitungen einiger Fans entschuldigt und mit drastischen Maßnahmen auf die Vorfälle beim Spiel am Samstag bei Dynamo reagiert. Der Tabellendritte wird zum Auswärtsspiel beim SV Sandhausen am 5. November auf sein Kartenkontingent verzichten und will dies auch bei der Partie am 21. November beim SV Wehen Wiesbaden so halten. Künftig sollen alle Auswärtskarten nur noch über den Verein verkauft werden, teilte der Club nach einer Vorstandssitzung mit.Die Polizei hat nach den Pyro-Vorfällen am Wochenende zahlreiche Verdächtige im Visier. Von 14 Rostocker Fans konnte die Idendität festgestellt werden. Sie hatten vor und während des Spiels zahlreiche Raketen, Böller und Bengalos gezündet. Weit über 1.000 Beamte hatten die Stadt am Wochenende in eine Festung verwandelt. Ziel des Einsatzes war, beide Fangruppen zu trennen. Dies Taktik sei weitestgehend aufgegangen, so ein Polizeisprecher.Nach dem Spiel sind allerdings auf einem Parkplatz an der Andreas-Schubert-Straße Rostocker Fans von einer Gruppe ca. 30 vermummten Dynamofans angegriffen worden. Dabei ist einem 20-jährigen Gästefan der Fanschal entrissen worden. Ein 43-jähriger Rostocker Fan wurde durch eine Bierflasche an der Hand verletzt. In dem Tumult kam es in der Folge auch zu einem Verkehrsunfall. Dazu sucht die Polizei Zeugen.