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Polizei warnt vor illegalen Böllern und Raketen

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Zum Jahreswechsel warnt das Landeskriminalamt eindringlich vor illegalem Feuerwerk. Wer nicht geprüfte Feuerwerkskörper verwendet, gefährde andere und vor allem sich selbst, teilte die Polizeibehörde mit.

Selbst kleine Knallkörper können wegen der enthaltenen Stoffgemische eine verheerende Wirkung haben. Deshalb sollte zu Silvester nur zweifelsfrei geprüftes Feuerwerk gezündet werden. Vom Herumbasteln an Pyrotechnik raten die Experten unbedingt ab. Die Finger sollte man auch von vermeintlichen Blindgängern lassen.

Jeder sollte außerdem ein besonders wachsames Auge auf Kinder haben. Das Mindestalter für Feuerwerk der ungefährlichsten Kategorie F1 liegt bei 12 Jahren.

Laut Polizei wurden in den ersten elf Monaten dieses Jahres 957 Straftaten mit Bezug zu Pyrotechnik registriert (Vorjahreszeitraum: 785). Dabei sei es etwa um gefährliche Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Straftaten gegen das Sprengstoffgesetz gegangen. Häufig würden etwa Briefkästen und Automaten angegriffen. Mitunter werde Pyrotechnik auch unerlaubt bei Fußballspielen oder Demonstrationen mitgeführt und gezündet, hieß es.

Die Polizei empfiehlt:

• Verwenden Sie entsprechend den aktuell gültigen Bestimmungen nur Feuerwerkskörper, die zweifelsfrei geprüft und entsprechend gekennzeichnet sind (CE-Kennzeichnung).

• Sollten Sie im Ausland Feuerwerkskörper erworben haben, so achten Sie bitte nicht nur auf das CE-Zeichen, sondern auch auf die „Kategorie“. In Deutschland dürfen Sie ohne eine Erlaubnis nur Feuerwerk der Kategorien F1 und F2 verwenden.

• Wenn Pyrotechnik nicht bzw. nicht korrekt gekennzeichnet ist, nehmen Sie vom Kauf Abstand.

• Lesen Sie vor dem Abbrennen die auf der Verpackung oder den Feuerwerkskörpern angebrachten Gebrauchsanweisungen und halten Sie diese ein.

• Basteln Sie nicht an Feuerwerkskörpern herum und haben Sie diesbezüglich ein wachsames Auge auf ihre Kinder. Auch durch das Bündeln, Öffnen oder Frisieren von Feuerwerk passieren jährlich Dutzende schwere Unfälle.

• Zünden Sie Artikel, die nur zur Verwendung im Freien bestimmt sind, weder in geschlossenen Räumen, noch in der Nähe offener Fenster.

• Ein Balkon ist grundsätzlich kein geeigneter Ort für die Verwendung von Feuerwerkskörpern, insbesondere nicht zum Starten von Raketen oder Anzünden von Feuerwerksbatterien.

• Werfen bzw. richten Sie Feuerwerkskörper nie auf Personen, Tiere, Gebäude, Fahrzeuge oder brennbare Gegenstände.

• Finger weg von sogenannten Blindgängern, halten Sie Abstand und versuchen Sie keinesfalls, diese Artikel erneut zu zünden!

• Feuerwerkskörper gehören nicht in Kinderhände! Das Mindestalter für Gegenstände der ungefährlichsten Kategorie F1 beträgt 12 Jahre.

• Schließen Sie beim Verlassen der Wohnung die Fenster.

• Nutzen Sie die bei zahlreichen Sortimenten beigelegten Anzündmittel (sogenannte Anzündstäbchen) - diese funktionieren sicherer als ein flackerndes Streichholz.

• Starten Sie Silvesterraketen stets senkrecht nach oben und nur aus einer sicheren Vorrichtung heraus, z.B. einer leeren Flasche in einem Getränkekasten oder einem am Gartenzaun befestigten Kunststoffrohr. Achten Sie darauf dass die Raketen ungehindert aufsteigen können – Dachüberstände oder Bäume können sonst die Raketen wieder nach unten leiten.

• Beachten Sie, dass Teile der Rakete auch wieder zu Boden fallen (nicht nur der Leitstab!) und dort Schäden hervorrufen können, für die Sie als Verursacher haften.

• Feuerwerksbatterien und Verbundfeuerwerk erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie garantieren über einen längeren Zeitraum schöne Effekte bei geringem Risiko. Durch die verhältnismäßig großen Effektsatzmengen heizen sich diese Gegenstände beim Verwenden allerdings stark auf, Pappbestandteile können noch lange nachglimmen. Lassen Sie deshalb ausgebrannte Batterien ausreichend abkühlen. Verbringen Sie Feuerwerksreste erst dann zu einem Sammelplatz oder einer Mülltonne wenn eine Brandgefahr sicher ausgeschlossen werden kann.

• Kleine und leichtere Feuerwerksbatterien können beim Verschießen ins Kippeln geraten und das kann durch einen Aufschaukel-Effekt bis zum Umfallen der Batterie führen. Das Verletzungsrisiko steigt dann immens. Prüfen Sie ob am Produkt Klappfüße oder andere Stabilisierungselemente vorhanden sind und benutzen Sie diese auch.

Experten zeigen, wie gefährlich der Umgang mit Böllern sein kann: