++ EIL ++

Polizei verstärkt in Dresden unterwegs! Das war der Grund

Zuletzt aktualisiert:

Die Dresdner Polizei war am Mittwoch verstärkt in und um Dresden im Einsatz. Hintergrund war die Kontrollaktion „Respekt durch Rücksicht“, welche für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen soll.

Insgesamt 155 Beamten hatten neun Stunden lang vor allem das Thema Ablenkung, mit dem Fokus auf die Handynutzung am Steuer im Visier. Aber auch andere Verkehrsverstöße wurden geahndet: Zum Beispiel das Fahren bei Rot oder die falsche Benutzung der Fahrradwege.

Das Thema Ablenkung wurde sich nicht ohne Grund ausgesucht. Wie uns Polizeioberkommissar Thomas Kiraly sagte, habe sich die Zahl der Verstöße durch Handynutzung am Steuer in den vergangenen Jahren stark erhöht. „Trotz des technischen Fortschrittes, also obwohl die Autos immer mehr können und übernehmen, ist es leider immer noch so, dass die Menschen immer öfter ihr Handy in den Händen halten“. Ein „Handyverstoß“ kostet etwa 100 Euro plus 30 Euro Gebühren.

Die Polizisten kontrollierten bis zum frühen Abend etwa 1.000 Fahrzeuge (darunter 86 Radfahrer) an 24 verschiedenen Orten, u.a. an Stauffenbergallee oder Autobahnabfahrt Hellerau. Am Abend zogen die Beamten Bilanz.

So stellten die Beamten 369 Ordnungswidrigkeiten fest. Unter anderem verstießen 87 Autofahrer und 15 Radfahrer gegen das Verbot der Handynutzung.

34 Autofahrer und fünf Radfahrer ignorierten das Rotlicht einer Ampel. 59 Autofahrer waren nicht angeschnallt. 26 Radfahrer fuhren in falscher Fahrtrichtung und 14 nutzten den Fußweg. Zudem stoppten die Beamten zwei Autofahrer, die ohne Fahrerlaubnis gefahren waren. Diese müssen sich wegen der Straftat verantworten.

Aus den zahlreichen Verstößen stechen zwei Fälle hervor, die von Beamten der Verkehrspolizei bearbeitet wurden. An einer Kontrollstelle an der Stauffenbergallee/Königsbrücker Straße in Dresden fuhr ein Rettungswagen mit Sondersignal vorbei. Ein Autofahrer blockierte dessen Weiterfahrt und wurde anschließend von den Beamten angehalten.

Der Fahrer muss nun mit einem dreistelligen Bußgeld und einem Eintrag ins Punkteregister rechnen. An einer Kontrollstelle am Schlesischen Platz in Dresden stoppten die Polizisten einen Audi A8, der offensichtlich technisch verändert wurde. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Katalysator entfernt worden war. Sie untersagten die Weiterfahrt und stellten den Wagen sicher.

Audio:

Wie werden Autofahrer ertappt?

Nicht jeder Autofahrer zeigt sich einsichtig, wenn er von den Beamten rausgezogen wird, sagte uns Kiraly. Dafür stehe ein Kollege mit einer Kamera einige Meter vor der Kontrollstelle und könne gleich Beweismaterial liefern.

"Wenn wir den Bürgern sagen, sie wurden gefilmt, dann ist die Einsicht schon sehr hoch". Dennoch würden 10 Prozent erst einmal alles weiter abstreiten - trotz Bilder und Filmaufnahmen.