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Polizei stoppt Corona-Proteste - Autokorso in Dresden

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Die sächsische Polizei hat am Montagabend in mehreren Orten Proteste gegen die Corona-Maßnahmen gestoppt. Versammlungen gab es unter anderem in Freital, Dippoldiswalde, Chemnitz und Freiberg.

In Dresden fuhr ein genehmigter Autokorso mit 137 Fahrzeugen durch die Stadt. Mehrere Personen versuchten den Korso zu blockieren, sie wurden von der Polizei abgedrängt.

In Glashütte, Heidenau, Kreischa, Königstein, Neustadt und Sebnitz fanden sich am frühen Abend zwischen 20 und 100 Personen auf den Märkten ein. In Pirna liefen zudem etwa 40 Protestierende durch die Innenstadt. Die Personen wurden von Einsatzbeamten wegen unerlaubter Zusammenkünfte nach der Sächsischen Corona-Notfall-Verordnung angesprochen und aufgefordert, die Orte zu verlassen.

In Bautzen musste die Beamten bei einer Demo von Corona-Kritikern Pfefferspray einsetzen. Unter den Teilnehmern waren Augenzeugen zufolge zahlreiche Rechtsextremisten.

In Großenhain, Riesa und Nünchritz fanden sich zwischen 40 bis 80 Personen auf den Märkten ein. Auch sie wurden wegen unerlaubter Zusammenkünfte angesprochen und aufgefordert, sich zu entfernen.

Die Polizei hatte vorab eine härte Gangart angekündigt, nachdem sie in den vergangenen Wochen kaum gegen die unzulässigen Proteste in dem Bundesland mit den deutschlandweit höchsten Coronazahlen vorgegangen war. Daran hatte es scharfe Kritik gegeben. Die Corona-Notfallverordnung erlaubt in Sachsen derzeit nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal zehn Teilnehmern.