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Polizei startet zweite DNA-Untersuchung wegen toter Babys im Raum Schwarzenberg

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Über sieben Jahre nach dem Fund zweier toter Babys in Schwarzenberg und dem tschechischen Rotava startet die Polizei jetzt einen neuen Versuch, die Mutter ausfindig zu machen. Wie Polizeisprecher Oliver Wurdak und Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer am Dienstag auf einer Pressekonferenz informierten, werden 320 Frauen aus dem Wohngebiet Sachsenfeld gebeten, eine DNA-Probe abzugeben.Sie sollten sich am Wochenende vom 8. bis 9. September, 9 Uhr bis 16 Uhr, im Schulkomplex an der Sachsenfelder Straße in Sonnenleithe einfinden. Wer an diesem Termin nicht kann, hat auch vom 17. bis 21. September, 7 Uhr bis 18 Uhr, die Möglichkeit, im Polizeirevier Schwarzenberg an der Straße der Einheit seine DNA-Probe abzugeben.Im Januar 2011 war das erste tote Baby in einem Kleidercontainer in Sonnenleithe entdeckt worden. Dem Jungen wurde später der Name Max Winter gegeben. Knapp anderthalb Jahre danach wurde nahe Rotava ein zweites totes Baby gefunden. Ermittlungen ergaben, dass es der Bruder von Max Winter war. Die Polizei wendet sich an alle, welche Hinweise auf damals schwangere Frauen geben können, welche später kein Baby hatten oder über sonstige Verdachtsansätze in Bezug auf die beiden Todesfälle verfügen:
- Bitte wenden Sie sich an die Polizei! Bei Bedarf werden diese Hinweise auch diskret behandelt. - Haben Sie keine Angst vor falschen Anschuldigungen, denn mit der DNA können eindeutig und zweifelsfrei nicht zutreffende Hinweise sicher ausgeschlossen werden.
- Lassen Sie sich nicht durch die relativ lange Zeitspanne seit der Kenntniserlangung der Verdachtsansätze von einer Preisgabe der Hinweise abhalten! Es ist noch nicht zu spät, jetzt die Arbeit der Polizei zu unterstützen. Auf der anderen Seite sollte die Kindesmutter nicht länger durch das Verschweigen der Hinweise unterstützt werden. - Auch die für Hinweise, die zur Ermittlung der Kindesmutter führen, ausgelobte Summe von 5.000 Euro besteht nach wie vor. - Hinweise werden jederzeit durch die Zwickauer Kriminalpolizei entgegen genommen, Telefon 0375 4284480. Die Kindesmutter selbst wird erneut aufgerufen, sich der Polizei – im besten Fall im Beisein eines Rechtsanwalts – zu stellen und die Dinge aus ihrer Sicht darzulegen.