++ EIL ++

Polizei startet Ermittlungsgruppe „Welpen“

Zuletzt aktualisiert:

Die Polizei Dresden hat die Ermittlungsgruppe „Welpen“ ins Leben gerufen. Hintergrund sei die hohe Nachfrage nach Haustieren während der Corona-Pandemie, die Kriminelle genutzt haben, um mit illegal importierten Hundewelpen aus Osteuropa zu handeln.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge boten Täter auf diversen Kleinanzeigenportalen junge Vierbeiner aus Deutschland zum Verkauf an. Bei Interesse brachten sie die Welpen ohne Papiere über die Grenze. Vor Ort beschafften sie den Tieren dann die erforderlichen Erstimpfungen. Für einen durchschnittlichen Preis von 1500 bis 2000 Euro ging der Welpe dann gegen Bargeld an seine neuen Besitzer. Treffpunkt war meist ein Parkplatz.

Wenige Tage nach dem Kauf verschlechterte sich dann der Zustand der Welpen, viele litten an Vorerkrankungen, befanden sich in zunehmend schlechter werdender Verfassung oder verstarben. Die Polizei Dresden warnt daher davor, Tiere über Internetportale zu erwerben, die nicht vom Züchter stammen oder deren Herkunftsland unklar ist. Auch bei dubiosen Übergabetreffpunkten ist Vorsicht geboten.

Die Beamten raten, dass man Vermittlungen über Tierheime bevorzugen sollte oder sein künftiges Haustier zunächst in Zuchtstätten kennenlernt. Interessierte sollten darauf achten, dass die Aufzuchträume hell, beheizbar und sauber sind. Auch die Mutterhündin sollte sich in der näheren Umgebung ihrer Welpen befinden. Seriöse Züchter stellen viele Frage, weil sie um den Verbleib ihrer Welpen besorgt sind. Zudem sollten sie die Gesundheitspapiere beider Elternteile vorlegen und nachweisen können, dass der Welpe regelmäßig entwurmt wurde. Im Kaufvertrag sollte unbedingt Name, Adresse und Kontaktmöglichkeit von Züchter und Käufer vermerkt sein.