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Polizei sprengt Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg in Dippoldiswalder Heide

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Die Polizei hat am Dienstag weitere Hinter­las­sen­schaften des Zweiten Weltkrieges besei­tigt. In der Dippol­dis­walder Heide nahe Dresden wurden 60 Panzer­gra­naten vom Kaliber 7,5 und 8,8 gesprengt. Es sei alles planmäßig verlaufen, teilte die Polizei­di­rek­tion Dresden mit.  Die Aktion war mit wenig Einschrän­kungen für die Öffent­lich­keit verbunden. Der Straßen­ver­kehr wurde nicht beein­träch­tigt. Die Polizei hatte 20 Beamte zur Absiche­rung entsandt. Ein Hubschrauber sollte mögliche Spazier­gänger im Wald aufspüren.  Die Dippol­dis­walder Heide wird seit 2013 gezielt nach Munition abgesucht und gilt als beson­ders „bleihaltig“. Dabei wurden bereits größere Mengen Bomben, Granaten und andere Munition sicher­ge­stellt. Nicht immer können sie abtrans­por­tiert werden. Wenn beispiels­weise Zünder durch Verwit­te­rung stark angegriffen sind werden die Spreng­körper vor Ort gesprengt.  Im November 2013 wurden in dem Waldstück gleich elf Flieger­bomben hinter­ein­ander entschärft. Sie stammten von einem ameri­ka­ni­schen Bomber, der am 17. April 1945 beim letzten Luftan­griff auf das schon zerstörte Dresden wegen schlechter Sicht­ver­hält­nisse wieder abdrehen müsste und mit einem anderen zusam­men­stieß.