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Polizei sichert Demos mit 1000 Beamten

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Die Dresdner Polizei ist zu den Demons­tra­tionen am Samstag mit etwa 1000 Beamten im Einsatz. Wie Polizei­prä­si­dent Kretz­schmar mitteilte, sind nun offiziell zwei rechte Aufzüge angemeldet. Zudem wurden bereits Gegenproteste und Blockaden vom Bündnis Dresden Nazifrei angekündigt. Die Polizei sperrt die Parkplätze Reitbahnstraße und Schießgasse. In der Innenstadt und im Ortsamtsbereich Dresden-Plauen, so zum Beispiel am Hauptbahnhof, muss am Samstag immer wieder mit Einschränkungen gerechnet werden.Rechts­ex­treme  melden Demo in Dresden-Plauen anWie das Dresdner Ordnungsamt mitteilte, ist der zweite rechte Aufzug im Ortsamts­be­reich Dresden-Plauen angekün­digt worden. 500 Teilnehmer wurden angemeldet. Nähere Details nennt die Versamm­lungs­be­hörde nicht. Zum Ortsamts­be­reich Plauen gehört auch die Südvor­stadt, vermut­lich wird im Bereich des Dresdner Haupt­bahn­hofes demons­triert. An der Bayri­schen Straße sind seit Freitag­mittag Parkver­bots­schilder aufge­stellt worden. Vermut­lich ist ab dem späten Nachmittag dann mit erheb­li­chen Einschrän­kungen zu rechnen. Am 19.02 2011 war es bei einer rechts­ex­tremen Demons­tra­tion in Löbtau und Plauen zu massiven Ausschrei­tungen gekommen, auch ein linkes Wohnpro­jekt ("Praxis) wurde angegriffen.Ausführ­liche Infor­ma­tionen der Dresdner PolizeiDer Einsatz der Dresdner Polizei beginnt am 11. Februar und dauert voraus­sicht­lich bis zum 14. Februar an. In diesem Zeitraum werden bis zu zehn Hundert­schaften verschie­dene Aufgaben wahrnehmen.Polizei­prä­si­dent Horst Kretz­schmar führt die Einsätze: „Erst seit gestern Abend liegt uns eine verbind­liche Versamm­lungs­lage vor. Bis dahin hatten wir uns auf mehrere Szena­rien vorbe­reitet. Jetzt haben sich zwei Schwer­punkt­tage heraus­kris­tal­li­siert - der 11. und der 13. Februar.“ Die meisten Einsatz­kräfte werden ab Samstag­mittag im Stadt­ge­biet präsent sein. Dabei werden die sächsi­schen Beamten (fünf Hundert­schaften) von Kollegen aus Berlin, Branden­burg, Rhein­land-Pfalz, Sachsen-Anhalt, dem Saarland, Thüringen und der Bundes­po­lizei unter­stützt. Am Samstag konfron­ta­tive Versamm­lungs­lageKretz­schmar: „Ich erwarte zwei ganz unter­schied­liche Einsatz­tage. Für den Samstag rechne ich mit einer konfron­ta­tiven Versamm­lungs­lage, die sich aus den angezeigten Aufzügen der unter­schied­li­chen Lager zwangs­läufig ergibt. Eine Beson­der­heit ist, dass für Samstag zwei rechte Aufzüge angezeigt wurden. Wir erwarten Blocka­de­ver­suche dieser Aufzüge durch Gegen­de­mons­tranten. Ich hätte mir aus recht­li­cher Sicht aller­dings gewünscht, dass zwar zu Protest aufge­rufen wird, aber nicht zu Blockaden.“Einschrän­kungen im Zusam­men­hang mit dem Polizei­ein­satzEtwa 30 Polizei­be­amte werden am 11. und 13. Februar für die Regulie­rung des Verkehrs­auf­kom­mens einge­setzt. Durch möglichst kurzzei­tige Sperrungen sollen sie die Einschrän­kungen für die Bevöl­ke­rung so gering wie möglich halten.Nach bishe­rigen Planungen wird es die meisten Einschrän­kungen am Samstag (11.02.2017) und Montag (13.02.2017) geben. An beiden Tagen wird vor allem die Dresdner Innen­stadt von zahlrei­chen Veran­stal­tungen betroffen sein. Hier wird es die meisten Absper­rungen, Kontrollen und Einschrän­kungen geben. Teilnehmer an der Menschen­kette und anderen Veran­stal­tungen werden gebeten, etwas mehr Fahrzeit einzu­planen. Beispiels­weise wird der Fahrver­kehr in der Innen­stadt während der Dresdner Menschen­kette zwischen 18.00 Uhr und 18.15 Uhr kurzzeitig zum Erliegen kommen. Über weitere Veran­stal­tungen können sich Inter­es­sierte auf www.13februar.dresden.de informieren.Horst Kretz­schmar: „Im Vergleich zum Samstag sollte der 13. Februar, der eigent­liche Dresdner Gedenktag, deutlich unauf­ge­regter verlaufen, sodass jeder gefahrlos seiner persön­li­chen Art des Geden­kens nachgehen kann. Uns liegen keine Hinweise auf einen rechten Aufzug an diesem Tag vor.“Im Zusam­men­hang mit dem Polizei­ein­satz sind seit Freitag unter anderem die Parkplätze an der Schie­ßgasse und Reitbahn­straße gesperrt. Die vergan­genen Jahre haben auch gezeigt, dass eine abschlie­ßende Prognose von mögli­chen Schwer­punk­torten des Polizei­ein­satzes im Vorfeld nicht möglich ist. Insbe­son­dere, weil der Verlauf von spontanen Versamm­lungen zeitlich oder örtlich nicht vorher­sehbar ist.Kommu­ni­ka­ti­ons­teams der Polizei im EinsatzDie Polizei setzt an beiden Einsatz­tagen erneut Kommu­ni­ka­ti­ons­teams ein. Durch ihre ständige Gesprächs­be­reit­schaft wollen die sächsi­schen Beamten Konflikten vorbeugen und dadurch letzt­lich deeska­lie­rend wirken. In den Kommu­ni­ka­ti­ons­teams werden Polizei­be­amte aus den verschie­densten Dienst­be­rei­chen einge­setzt. Sie üben die Tätig­keit zusätz­lich zu ihrem regulären Dienst aus.Horst Kretz­schmar: „Insbe­son­dere aufgrund der Ereig­nisse der vergan­genen Tage werden wir die beiden aktuellen Kunst­in­stal­la­tionen in der Innen­stadt beson­ders im Blick haben und schützen. Unsere Kommu­ni­ka­ti­ons­teams werden gerade auf dem Neumarkt und dem Theater­platz frühzeitig Personen anspre­chen, deren Protest gegen die Instal­la­tionen über das zumut­bare Maß hinaus geht.“  Kontakt­te­lefon einge­richtetDie Dresdner Polizei ist sich des Infor­ma­ti­ons­be­darfs bewusst. Inter­es­sierte erhalten ab heute Hinweise an einem Kontakt­te­lefon. Das Kontakt­te­lefon ist zu folgenden Zeiten besetzt:10. Februar 2017,       in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr11. Februar 2017,       in der Zeit von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr13. Februar 2017,        in der Zeit von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr Kontakt­te­lefon:  (0351) 483-3000