• Die Polizei prüft diesen Vorfall an der Waisen­haus­straße. (Foto: © News-Photo.de)

    Die Polizei prüft diesen Vorfall an der Waisen­haus­straße. (Foto: © News-Photo.de)

Polizei prüft Räumung von Pegida-Blockade

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Die Dresdner Polizei prüft einen weiteren Zwischen­fall bei der Pegida-Demons­tra­tion von Montag­abend. Wie Fotos in sozialen Netzen zeigen, soll mindestens ein Pegida-Teilnehmer auf der Waisenhausstraße blockierende Gegendemonstranten weggezogen haben. Auch Polizisten sind an der Räumung beteiligt. Insgesamt waren dort drei Personen auf den Gleisen, teilte Polizeisprecherin Jana Ulbricht auf unsere Anfrage mit.

Wie Ulbricht sagte, würde der Vorfall aktuell geprüft. Prinzi­piell seien Demons­tranten oder Ordner dazu nicht berech­tigt, bei Gegen­ver­an­stal­tungen einzu­greifen oder gar handgreif­lich zu werden. Was im konkreten Fall wie abgelaufen ist, wird aller­dings noch mit den Polizisten, die vor Ort waren, geprüft.

Der Grünen-Abgeord­nete Valentin Lippmann richtete dazu auch eine parlamentarische Anfrage ans Innenministerium. Er teilte per Twitter mit: "Wenn es keine Polizisten sind, hätte die Polizei dies unterbinden müssen."

Insge­samt ermit­telt die Polizei gegen 30 Gegendemonstranten wegen einer Blockade während der Pegida-Demo. Ermittelt wird auch wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, weil mehrere Ampullen mit übelriechender Flüssigkeit am Wiener Platz und am Haus des Buches geflogen sind. Diese sollen von Pegidateilnehmern geworfen worden sein, berichteten Gegendemonstranten. Die Polizei konnte dagegen noch nicht klären, wer diese Ampullen geworfen hat. Der Inhalt wird im Labor analysiert.

Update Mittwoch: Handeln war "unglück­lich"

Die Dresdner Polizei äußerte sich am Mittwoch­nach­mittag dann etwas ausführ­li­cher zu dem Vorfall auf der Waisen­haus­straße:

Derar­tige Einsatz­lagen sind in der Regel sehr dynamisch, teilte Sprecher Marko Laske mit. "Die Polizei­be­amten treffen Entschei­dungen, die auf ihren Wahrneh­mungen vor Ort basieren. So auch bei der Pegida-Demons­tra­tion am vergan­genen Montag. Im Zusam­men­hang mit dem Vorfall auf der Waisen­haus­straße haben die Einsatz­be­amten vier Männer wahrge­nommen. Zwei von ihnen saßen im Gleis­bett, zwei weitere standen hinter ihnen.

Laske führte weiter aus: "Es war nicht sofort zu erkennen, dass sie unter­schied­li­chen politi­schen Lagern angehörten. Ziel der Einsatz­be­amten war es, die Störung so schnell als möglich zu besei­tigen. In Folge kam es zu der Situa­tion, dass einer der Betei­ligten und ein Polizei­be­amter einen der Männer, die auf der Straße saßen, wegtrugen."

Das Fazit der Dresdner Polizei: "Im Nachgang betrachtet, stellt sich das Handeln der Einsatz­be­amten als unglück­lich dar und wird mit ihnen nachbe­reitet. Die recht­liche Bewer­tung des Sachver­haltes ist noch nicht abgeschlossen."

(Redak­tio­neller Hinweis: Artikel wurde am Mittwoch­nach­mittag um das ausführ­liche State­ment der Dresdner Polizei ergänzt.)