Polizei nennt Details zu Vergewaltigungsfall in der Neustadt
Elf Tage nach dem Missbrauch eines 15-jährigen Mädchens in der Dresdner Neustadt hat die Polizei Details zu dem Fall und zur Öffentlichkeitsarbeit genannt. Wie Sprecher Thomas Geithner auf unsere Anfrage mitteilte, habe man sich zunächst gegen eine aktive Veröffentlichung entschieden, um den mutmaßlichen Täter nicht zu warnen und die Festnahme zu gefährden. Polizeisprecher: "Waren uns sicher, Tatverdächtigen festnehmen zu können"Polizeisprecher Thomas Geithner erläuterte: "Aufgrund der markanten Personenbeschreibung hatten wir zeitig Hinweise auf mögliche Aufenthaltsorte des Unbekannten. Zudem hatte das Mädchen zwischen der Tat und der Mitteilung an die Polizei den Unbekannten mehrfach gesehen bzw. getroffen. Wir waren uns daher sicher, den Tatverdächtigen in Kürze identifizieren und festzunehmen zu können." So kam es dann auch am vergangenen Wochenende: Am Samstagabend (gegen 21:00 Uhr) erkannte das Mädchen den Tatverdächtigen im Bereich der Katharinenstraße wieder. Sie informierte die Polizei. Beamte nahmen ihn daraufhin vorläufig fest.Großes Risiko, dass Tatverdächtiger untertaucht"Hätten wir den Fall, zwangsläufig mit Zeugenaufruf und Personenbeschreibung, vorher veröffentlicht, wäre das Risiko sehr groß gewesen, dass der Täter untertaucht und damit eine zügige Aufklärung erschwert", teilte Geithner mit.Der gefasste 20-jährige Tunesier soll die 15-Jährige am 21.10. gegen 21:30 Uhr in der Katharinenstraße in einem Hauseingang vergewaltigt haben. Am 25.10. berichtete das Mädchen der Polizei von dem Übergriff. Die Beamten waren am Dienstag vergangener Woche wegen Belästigungen vor der Scheune gerufen worden, in diesem Zusammenhang berichtete das Mädchen dann von der Vergewaltigung. Am 29.10. wurde der Mann dann schließlich gefasst, nachdem das Mädchen den Mann wiedererkannt hatte. Ein Haftrichter ordnete noch am Wochenende Untersuchungshaft an.