Polizei hofft auf friedliche Demos am 13. Februar
Die Polizei rechnet bei den Demonstrationen zum Jahrestag der Zerstörung Dresdens am 13. Februar mit einem friedlichen Verlauf. "Wir gehen von einem deutlich entspannten Einsatz im Jahr 2013 aus", sagte Polizeichef Dieter Kroll. 2011 über 100 VerletzteVor zwei Jahren war es beim Aufmarsch von Neonazis zu Ausschreitungen gekommen. Rechts- und Linksextreme griffen die Polizei an, mehr als 100 Beamte wurden verletzt. Mehr als 10 000 Menschen hatte allerdings gewaltfrei gegen die Neonazis protestiert und sich auch mit Sitzblockaden gegen deren Aufzug in den Weg gestellt. 2012 blieb es friedlich. "Wir werden für Neonazis nicht kämpfen"Kroll richtete klare Worte an die Adresse der Rechtsextremen, die ihre Marschstrecke unter allen Umständen geräumt sehen wollen: "Wir werden für Neonazis nicht kämpfen. Wir steigen auf keine Barrikaden für niemanden." Blockaden des Neonazi-Aufmarsches seien strafbar. Man werde aber nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit handeln.3000 Polizisten im EinsatzDie Polizei werde mit 29 Hundertschaften der Bereitschaftspolizei und 580 Beamten aus der Polizeidirektion Dresden im Einsatz sein. Bis zu 3.000 Beamte sind damit am 13. Februar in Dresden im Einsatz. Eine logistische Herausforderung sei, dass die Einheiten aus den Bundesländern mit unterschiedlichen Funksystemen - digital und analog - arbeiten. 12.500 GegendemonstrantenLaut Kroll sind für den 13. Februar bisher sieben Demonstrationen angemeldet. Die Polizei rechnet mit 800 bis 1200 Neonazis. Nach den Prognosen der Polizei werden in diesem Jahr bis zu 12 500 Gegendemonstranten erwartet. Innenstaatssekretär Michael Wilhelm rief die Dresdner zum Protest auf - lautstark und friedlich: "Wir wollen, dass die Neonazis schnell wieder aus der Stadt verschwinden."