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Polizei ermittelt zu Auseinan­dersetzung auf dem Sonnenstein in Pirna

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Die Polizei ermit­telt zu einer Ausein­an­der­set­zung vom vergan­genen Wochen­ende am Rande eines Fußball­spieles auf dem Sonnen­stein in Pirna. Eine Polizei­spre­cherin bestä­tigte auf unsere Anfrage, dass es am Samstag­abend an der Strup­pener Straße zu einer Ausein­an­der­set­zung kam, Ausländer sollen betei­ligt gewesen sein.Vier Zeugen seien am Samstag­abend vor Ort befragt worden, ein Betrof­fener mit zerris­senem T-Shirt habe sich aller­dings nicht gemeldet. Im Umfeld wurde ein 19-jähriger Afghane gestellt, teilte die Sprecherin mit. Facebook-Bericht war Polizei neuEinen Bericht des 1. FC Pirna auf Facebook, bei dem die Rede ist von Waffen, belästigten Frauen und "Heil Hitler"-Rufen durch Asylbewerber, konnte die Polizei nach den bisher vorliegenden Aussagen so nicht bestätigen. Man gehe dem Facebook-Posting nach und werde Zeugen nochmals befragen, teilte die Polizei mit.Vereins­chef war nicht vor OrtDer Vereins­prä­si­dent des 1. FC Pirna und Ex-CDU-Stadtrat, Tim Lochner, hatten den Vorfall mit einem Facebook-Posting auf der Vereinsseite öffentlich gemacht. Wie Lochner auf unsere Nachfrage mitteilte, war er selbst nicht vor Ort, habe aber von verschiedenen Betroffenen - unabhängig voneinander - die entsprechenden Hinweise bekommen.Vereins­prä­si­dent Lochner schil­dert VorfälleDemnach sei eine Sport­lei­terin aufge­löst gewesen, da am Eingangstor des Sport­platzes betrun­kene Flücht­linge gepöbelt und gedroht hätten. Sie habe große Angst gehabt und habe die Türen ihres Autos verrie­gelt und den Parkplatz schnell mit dem Fahrzeug verlassen. Weiterhin hätte die Gruppe Besucher des Fußball­spieles, die sich vom Fußball­platz auf den Weg zur Sport­halle machten, um sich das anschlie­ßende Lok-Handball­spiel anzusehen, beläs­tigt. Wie Lochner sagte, seien Frauen unsitt­lich berührt worden. Zudem sei die Rede von einem Schlag­ring und einer Kette gewesen. Es habe sich demnach aber wohl nicht um die auf dem Sonnen­stein wohnhaften Asylbe­werber gehan­delt, die häufiger an der Skater­an­lage sind. Er habe nun bei der Polizei eine Aussage gemacht, auch die Betrof­fenen selbst sollen befragt werden. Die Namen und Kontakt­daten seien soweit Bekannt. Zudem soll auch Video­ma­te­rial gesichtet werden. Ihm gehe es nicht darum, Stimmung zu machen, sagte Lochner. Dass es seit Längerem auf dem Sonnen­stein ein Problem mit Krimi­na­lität gebe, sei aber kein Geheimnis, so Lochner. Es könne aber nicht sein, dass Frauen inzwi­schen fragen, ob sie Angst haben müssten, zum Sport­platz zu kommen.Die Polizei wertet derzeit Aussagen aus und befragt weitere Zeugen, deswegen könne man derzeit keine Einzel­heiten nennen, hieß es.