Polizisten bei Demo in Dresden von Vermummten angegriffen
Am Rande der Demonstration gegen Sozialabbau in Dresden haben sich gewaltsame Szenen abgespielt. Dabei wurden nach Angaben der Polizei sieben Beamte verletzt. Sie wurden getreten, geschlagen und gebissen. Zwei Polizisten mussten ins Krankenhaus. Gegen 16.00 Uhr seien vier Versammlungsteilnehmer auf zwei Fahnenmasten vor dem Dresdner Rathaus geklettert. Als Einsatzkräfte sie zum Verlassen aufforderten, reagierten sie den Angaben zufolge nicht.
„Gleichzeitig formierte sich am Fuß beider Masten eine Gruppe von etwa 30 Versammlungsteilnehmern. Diese vermummten sich, bedrängten und schubsten die Einsatzkräfte unvermittelt“, hieß es weiter. Es sei wiederholt zu Schlägen und Tritten in Richtung der Polizeibeamten gekommen. Diese setzten den Angaben zufolge kurzzeitig Pfefferspray gegen die Angreifer ein.
Gegen 17.00 Uhr kletterten die vier Personen schließlich freiwillig von den Fahnenmasten. Als Polizisten deren Personalien aufnahmen, solidarisierten sich mehrere Versammlungsteilnehmer mit dem Quartett. Dabei kam es zu weiteren tätlichen Angriffen auf Einsatzkräfte. Die Einsatzkräften stellten letztlich die Identitäten von neun Personen fest. Die Polizeidirektion Dresden hat Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, des tätlichen Angriffes auf Polizeibeamte sowie Körperverletzung eingeleitet.
Es waren insgesamt 70 Polizeibeamte im Einsatz.