- Übersichtsplan zur möglichen Ortsumfahrung Ottendorf-Okrilla. Die östliche Vorschlagsvariante wurde vom Bundesministerium als Vorzugsvariante bestätigt
Planungsstand für Ortsumfahrung Ottendorf-Okrilla vorgestellt
Die vorgesehene Ortsumgehung für Ottendorf-Okrilla erhitzt schon seit Jahren die Gemüter. In der Grundschule der Gemeinde hat das Landesstraßenbauamt am Montagabend den Anwohnern den aktuellen Planungsstand vorgestellt.
Danach beginnt die geplante Ortsumgehung an der A 4-Anschlussstelle Ottendorf-Okrilla, quert östlich der Ortslage die Kreisstraße 9252 und endet am Beginn der Laußnitzer Heide. Vorgesehen ist, die B 97 auf rund fünf Kilometern dreispurig mit wechselseitigen Überholfahrstreifen anzulegen. Für das Projekt sind nach derzeitigem Stand drei Großbrücken vorgesehen. Dabei werden die Orla, die Kleine Röder und die Bahnstrecke Dresden-Königsbrück gequert.
Östliche Umfahrung wird bevorzugt
Im Auftrag des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (LASuV) wurde für das Vorhaben die Voruntersuchung zur Varianten-Entscheidung aufgestellt. Dabei wurden eine westliche und eine östliche Umfahrung der Ortslage untersucht. Auf Grundlage der Ergebnisse der Voruntersuchung wurde die östliche Umfahrung als Vorzugsvariante bestimmt. Diese wurde vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr bestätigt. Nicht mehr Bestandteil der Maßnahme ist die Verlegung der Anschlussstelle Hermsdorf, welche im Zuge des Ausbaus der A 4 betrachtet wird.
Baubeginn aktuell noch unklar
Im weiteren Planungsverlauf wird die herausgearbeitete Vorzugsvariante mit konkreten räumlichen und technischen Eigenschaften untersetzt, bevor die Herstellung des Baurechtes für das Projekt ansteht. Mit Blick auf das Planungs- und Genehmigungsverfahren können laut LASuV keine belastbaren Aussagen zum Baustart getroffen werden. Grundsätzlich sei von einem mehrjährigen Prozess bis zur Umsetzung auszugehen.
Hintergrund
Das Bauvorhaben „B 97 Ortsumgehung Ottendorf-Okrilla“ ist Teil des Bundesverkehrswegeplanes 2030 und in die höchste Dringlichkeitsstufe „Vordringlicher Bedarf“ eingeordnet. Ziel ist insbesondere eine Entlastung der Ortslage Ottendorf-Okrilla vom Durchgangsverkehr sowie eine bessere Verbindung zwischen Dresden und Hoyerswerda. Mit der Ortsumgehung der B 97 soll eine den verkehrlichen Anforderungen entsprechende Verbindung geschaffen sowie die Verkehrssicherheit erhöht werden und die Anwohner sollen entlastet werden.
