Pirnas Südumfahrung schiebt sich Richtung Kohlberg
An der künftigen Südumfahrung Pirna ist am Dienstag die Brücke übers Gottleubatal ein weiteres Stück in Richtung Westen geschoben worden. Damit rückt die stählerne Grundkonstruktion dem Kohlberg wieder ein Stück näher.
Zum siebenten Mal wurde die Gottleubatalbrücke in Richtung Kohlberg verschoben. Dieses Mal um 116 Meter. Eine Sperrung der Rottwerndorfer Straße in beide Richtungen wie im November letzten Jahres war dieses Mal nicht nötig. Damals waren rund 120 Meter zu meistern, mit einer der weitesten Strecken der Verschiebung zwischen den Pfeilern.
Damit hat die Brücke nun das Kohlbergstadion erreicht, es fehlt nicht mehr viel bis zur anderen Talseite. Insgesamt sind neun Verschübe nötig. Die beiden nächste sind für Mai und Juli 2024 geplant. Gut 5.000 Tonnen wiegt nun der Stahlkoloss. Er liegt mittlerweile auf dem Pfeiler 50 auf. Der rote sogenannte Vorbauschnabel und ein Teil der Brücke befinden sich nun über dem Kohlbergstadion bzw. Anfang Waldrand zum Kohlberg.
Da die nächsten Brückenpfeiler enger stehen als die bisherigen werden die Abstände der Verschiebungen kürzer. Nach der letzten Verschiebung wird die Gottleubatalbrücke insgesamt 916 Meter lang sein. Dann wird das Widerlager am Kohlberg erreicht. Die 3,8 Kilometer lange Trasse der Südumfahrung soll Ende 2026 fertig sein, wenn alles nach Plan läuft. Sie soll Pirna vom Durchgangsverkehr entlasten.
Inzwischen wird auch im Tunnel des Kohlbergs fleißig der Boden betoniert. Damit möchte man in drei Wochen fertig sein, dann kommen die Wände des Tunnels dran.