Pirnaer Ortsumfahrung kann kommen - Bund stellt 97 Millionen Euro bereit
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat knapp 97 Millionen Euro für den Bau der Ortsumgehung Pirna freigegeben. Mit der knapp vier Kilometer langen Umgehung soll die Große Kreisstadt vom Durchgangsverkehr in die Sächsische Schweiz entlastet werden und der steile Anstieg der B 172 am Sonnenstein künftig wegfallen. Nahezu jedes Wochenende stehen Autofahrer dort im Stau. Das Projekt ist Teil eines Investitionspakets der Bundesregierung für das Bundesfernstraßennetz. Dobrindt erteilte am Mittwoch in Berlin Baufreigaben für 24 Straßenbauvorhaben in ganz Deutschland mit einem Gesamtvolumen von rund 2,1 Milliarden Euro. "Wir starten heute ein kräftiges Upgrade für die Infrastruktur", sagte er. Nun könne schnell mit der Umsetzung begonnen werden. "Das Nadelöhr sind jetzt nicht mehr die Finanzen, sondern die Planungen der Länder."Für die Ortsumgehung Pirna besteht bereits Baurecht, teilte Stadtsprecher Thomas Gockel auf unsere Anfrage mit. Der Planfeststellungsbeschluss wurde bereits erteilt. Sind alle Vorbereitungen abgeschlossen und ist das Geld vom Bund da, dann könne bereits 2017 mit dem Bau begonnen werden.Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke teilte dazu mit: „Heute ist ein großer Tag für Pirna. Aus sehnsüchtiger Hoffnung ist nun endlich Gewissheit geworden. Das Ende der unhaltbaren Zustände für staugeplagte Anwohner und ausgebremste Besucher ist in Sicht! Im Namen der Stadt danke ich all denen, die sich gemeinsam mit uns in Pirna und Berlin für den Bau der Südumfahrung eingesetzt haben.“Die Ortsumgebung Pirna soll künftig vom A17-Autobahnzubringer, durch einen Tunnel am Kohleberg und anschließend dann über eine Brücke über das Tal hoch hinaus auf das Plateau am Sonnenstein führen, sagte Stadtsprecher Thomas Gockel. Der Bau der Ortsumfahrung gestaltet sich deshalb sehr umfangreich. Man freue sich nun aber ersteinmal, dass der Bau 2017 beginnen kann.