Pillnitzer Kamelie kommt wieder an die frische Luft

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Die Pillnitzer Kamelie kommt wieder an die frische Luft. Am Mittwoch, den 11. Mai wird das fahrbare Glashaus neben die Kamelie geschoben. Das 13 Meter hohe und 54 Tonnen schwere Glashaus hatte die riesige Pflanze in den Wintermonaten vor den kalten Temperaturen geschützt.

Wer die Kamelienhausfahrt erleben möchte, hat 10 Uhr dazu Gelegenheit. Dann öffnen sich die beiden Flügeltore und das Haus setzt sich für rund zehn Minuten langsam in Bewegung, bis die Kamelie vollständig im Freien steht.

Die Kamelie wurde 1801 als bereits etwa 30-jährige Pflanze von Hofgärtner Carl Adolph Terscheck im Schlosspark ausgepflanzt. Über 200 Jahre später misst sie heute fast zwölf Meter Breite, neun Meter Höhe und 37 Meter Kronenumfang und gilt als die älteste und größte ihrer Art nördlich der Alpen.

Das heutige gläserne Schutzhaus wurde 1992 aus Glas und Stahl gefertigt. Ein Klimacomputer übernimmt vollautomatisch die Steuerung von Temperatur, Belüftung, Luftfeuchte und Beschattung, so dass die Kamelie vor der Kälte abgeschottet bei 4 bis 6°C überwintern kann. In der Blütezeit von Mitte Februar bis Mitte April schmücken die Kamelie zehntausende karminrote Blüten.