• Anwalt Jens Lorek im Video-Clip, der im Netz für Wirbel sorgte. (Screen­shot: YouTube/MoPo24)

    Anwalt Jens Lorek im Video-Clip, der im Netz für Wirbel sorgte. (Screen­shot: YouTube/MoPo24)

Pegida-Zählung für die Tonne

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Die Pegida-Teilneh­mer­zäh­lung mit Münzen ist geschei­tert. Eigent­lich sollte jeder Teilnehmer am Montag­abend eine Münze, einen Knopf oder Chip in die vier aufge­stellten grünen Tonnen werfen. Das hat aller­dings nicht ganz funktio­niert, eine offizi­elle Zahl wird nicht veröf­fent­licht. Das teilte Anwalt Jens Lorek bei uns im Inter­view mit. Viele Teilnehmer seien an den Tonnen vorbei­ge­laufen, hieß es.

Neben 3435,05 Euro Münzgeld und 145 Euro in Scheinen landeten auch Feuer­zeuge, Spiel­zeug, Kondome und Schlag­ringe in den Tonnen. Aufgrund des MoPo24-Videoclips werde die Zählung so oder so angezweifelt, sagte der für die Zählungen bei Pegida beauftragte Anwalt Jens Lorek bei uns im Interview. Die Zahl der Münzen werde man deshalb nicht veröffentlichen. In besagtem Clip habe eine der Organisatoren die Münzen für vier Rollstuhlfahrer eingeworfen, so Lorek.

Die Polizei sprach am Montag­abend von 7.700 Teilneh­mern. Pegida geht von deutlich mehr Teilneh­mern aus. Die Teilneh­mer­zahl ist seit Monaten umstritten, Pegida geht meist von deutlich mehr Teilneh­mern aus, als von der Polizei angegeben. Das in die Tonnen gewor­fene Geld wird dem Tierheim Meißen gespendet, hieß es von Pegida. Dort hatte es im Heizungs­keller einen verhee­renden Brand gegeben.