Pegida muss ans Königsufer und reicht Klage ein
Die Dresdner Stadtverwaltung hat am Freitagvormittag die Bescheide für die Demonstrationen am kommenden Montag versendet. Aus Sicherheitsgründen werden nur stationäre Kundgebungen genehmigt, keine Umzüge oder Spaziergänge. Wie die Dresdner Stadtverwaltung am Freitagnachmittag mitteilte, wurden nur stationäre Kundgebungen genehmigt. Pegida wurde demnach das Königsufer zugewiesen (Filmnächte-Gelände). Eigentlich wollte Lutz Bachmann an den Bahnhof Neustadt. Dresden Nazifrei wurde der Alaunplatz zugewiesen. Am Theaterplatz kann "Herz statt Hetze" demonstrieren.Pegida reicht Klage einWie Pegida-Gründer Bachmann auf unsere Anfrage sagte, werde noch heute beim Verwaltungsgericht Klage eingereicht. Man sitze mit den Anwälten zusammen, sagte Bachmann am Mittag.Dresden Nazifrei prüft Begründung Ob Dresden Nazifrei klagen wird, ist noch offen, teilte ein Sprecher mit. Das hänge von der genauen Begründung der Stadt und den Erfolgsaussichten ab. Noch keine Klage am Verwaltungsgericht Beim Verwaltungsgericht Dresden ist bis Freitag 15.00 Uhr bislang von keiner Seite eine Klage bezüglich des Versammlungsgeschehens eingangen, teilte ein Gerichtssprecher auf Anfrage mit. Sollte noch etwas eingehen, rechne man erst am Montag mit einer Entscheidung.Kein zweites LeipzigDie Dresdner Stadtverwaltung hatte nach den schweren linksextremen Ausschreitungen am vergangenen Wochenende in Leipzig die Sicherheitslage neu bewertet, fürchtet um Ordnung und Sicherheit und genehmigt nur stationäre Kundgebung. Aufrufe zu Gewalt im InternetLinke Aktivisten rufen in einem Video und einem Statement bei der Szene-Plattform "Indymedia" zu Gewalt auf. Bei Facebook mobilisieren zudem auch Hooligans für die Demo am Montag.In der Neustadt wird auf zahlreichen Plakaten und Transparenten zum Widerstand gegen die Pegida-Demonstration am kommenden Montag aufgerufen. Dresdner Geistliche: "Keine Gewalt!"Die beiden Dresdner Superintendenten Christian Behr und Albrecht Nollau sowie Dekan Norbert Büchner sind in Sorge über die derzeitige Situation: „Die angekündigten Demonstrationen lassen eine Eskalation befürchten. Für Gewalt gibt es in dieser Situation keinen Grund; weder für verbale noch für physische. Dresden kann auch Dialog. Und Dialog bleibt der einzig mögliche Weg. Das zeigen die Erfahrungen mit der Friedlichen Revolution. In der Advents- und Weihnachtszeit bewegt viele Menschen verstärkt die Sehnsucht nach Frieden. Es muss gelten: Keine Gewalt!“.Pegida am KönigsuferPegida wollte vor dem Bahnhof Neustadt auf dem Schlesischen Platz demonstrieren, muss nun aber ans Königsufer (Filmnächte-Gelände). "Herz statt Hetze" auf dem Theaterplatz. Zudem wollten eigentlich zwei linke Bündnisse - darunter Dresden Nazifrei - durch die Neustadt ziehen. Wie Dresden Nazifrei berichtet, seien Mitarbeiter der Ministerien aufgefordert worden, den Parkplatz am Königsufer am Montag freizuhalten.Dresden Nazifrei wurde der Alaunplatz für die Demo zugewiesen, ein Umzug wurde verboten. Parallel dazu rief das Bündnis allerdings per Facebook dazu auf, zum Albertplatz zu kommen.Polizei richtet Bürgertelefon einIm Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen am kommenden Montag wird die Polizeidirektion Dresden auch ein Kontakttelefon einrichten:Kontakttelefon: (0351) 483-3000Die Rufnummer wird am Montag zwischen 12.00 Uhr und 22.00 Uhr geschaltet sein. Auf diesem Weg können sich Bürger insbesondere zu Verkehrseinschränkungen kundig machen, teilte die Polizei mit.
