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Pegida-Debatte - „Es braucht Zeit“

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Bereits zum fünften Mal ist auf Einla­dung der Landes­zen­trale für politi­sche Bildung über Pegida disku­tiert worden. Bei der zweistün­digen Debatte unter dem Motto "Politik(er) erwünscht!" ging es am Diens­tag­abend diesmal um die Rolle der Politik. 120 Gäste waren dazu in die Räume der Landes­zen­trale in der Schüt­zen­hof­straße gekommen.Oertel fordert Bürger­ent­scheide auf Bundes­ebeneBürger kriti­sierten dabei u.a. das Wahlsystem und forderten mehr Mitbe­stim­mung. Unter den Gästen befanden sich neben Landes­po­li­ti­kern aller Landtags­par­teien auch Bundes­tags­ab­ge­ord­nete wie Jens Spahn von der CDU. Auch Pegida-Ausstei­gerin Kathrin Oertel ergriff das Wort. Oertel begrüßte das Dialog­forum, kündigte aber weitere Proteste an. "Ich finde inter­es­sant, was die Bürger zu sagen haben", so Oertel. Der Bürger muss wieder eine Stimme bekommen und man muss direkte Demokratie auf Bundes­ebene einführen", sagte Oertel."Gehen sie lieber in eine Partei, als auf die Straße."Auch CDU-Bundes­tags­mit­glied Jens Spahn war aus Berlin nach Dresden gekommen. Er forderte angesichts von Politik­ver­dros­sen­heit: "Gehen sie lieber in eine Partei, als auf die Straße." Man müsse viel deutli­cher machen, dass Demokratie viel anstren­gender ist und dass man Kompro­misse eingehen muss. Demons­trieren alleine ist noch keine Politik, so Spahn. Demons­trieren ist ein hohes Gut, aber kein Dauer­zu­stand, so der CDU-Politiker.Landes­zen­trale an Belas­tungs­grenzeDie Landes­zen­trale will nun überlegen, ob diese Dialog­foren weiter­ge­führt werden können. Der Aufwand der letzten Wochen sei enorm gewesen, sagte der Direktor der Landes­zen­trale Frank Richter. Man sei an der Belas­tungs­grenze. Die Debatte brauche viel Zeit, Themen müssten präziser disku­tiert werden, zudem brauche es Respekt vorein­ander. Man sei aber viel weiter als vor drei Monaten, Fortschritte seien erkennbar, so Richter.