• (Screen­shot: Facebook / Siegfried Daebritz)

    (Screen­shot: Facebook / Siegfried Daebritz)

Pegida bei Facebook gesperrt

Zuletzt aktualisiert:

Die Pegida-Facebook-Seite mit über 200.000 Fans (Stand 19.07.) ist am Diens­tag­nach­mittag gesperrt worden. Die Seite war nicht mehr öffent­lich abrufbar. Kurz vor 20 Uhr wurde Seite dann von Facebook wieder freige­schaltet.

Pegida-Mitor­ga­ni­sator Siegfried Daebritz veröf­fent­lichte zur Sperrung auf seinem Facebook-Profil weitere Infor­ma­tionen. Die Facebook-Seite sei verborgen worden, da sie offenbar gegen die Gemein­schafts­stan­dards verstößt, ist auf den entspre­chenden Screen­shot zu sehen. "Offenbar entspre­chen auf deiner Seite gepos­tete Inhalte nicht den Nutzungs­be­din­gungen und den Gemein­schafts­stan­dards. Daher wurde deine Seite auf unver­öf­fent­licht gesetzt", hieß es in der standar­di­sierten Facebook­mel­dung.

Man habe umgehend Einspruch einge­legt, teilte Daebritz mit. Er kommen­tierte die Maßnahme so: "Offenbar hat Herr Maas Erfolg gehabt, Facebook hat soeben die PEGIDA Seite gesperrt, Einspruch ist natür­lich einge­legt, inwie­fern dies was bringt, wird sich zeigen!"

Die Seiten einiger Pegida-Führungs­fi­guren waren bereits mehrfach zeitweise gesperrt, die zentrale Pegida-Seite mit den über 200.000 Fans hatte es dagegen bislang nicht getroffen.

Facebook hat seit einigen Monaten die Sperrung von Seiten mit Hetz-Botschaften verstärkt. Bundes­jus­tiz­mi­nister Heiko Maas hatte zuletzt dabei mehr Engagement eingefordert. So seien einerseits auch andere Seiten, die über Hetze berichten gesperrt worden. Andrerseits wurden Postings und Seiten mit Volksverhetzung offenbar trotz zahlreicher Nutzerbeschwerden nicht vom Netz genommen. Auch die Pegida-Seite wurde von zahllosen Nutzern gemeldet, sie erhielten immer wieder den Hinweis, dass die Inhalte nicht gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen.

Bei der Dresdner Polizei und Staats­an­walt­schaft war die Sperrung nicht bekannt. Ob derzeit größere Ermitt­lungs­ver­fahren bezüg­lich von Inhalten auf der Pegida-Facebook­seite laufen, könne man nicht sagen, so die erste Reaktion aus den Presse­stellen auf unsere Anfrage.