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Parken auf dem Ferdinandplatz noch bis Ende 2019 möglich

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Die Parkplätze am Ferdindandplatz, neben dem Karstadt, sind bei vielen Autofahrern beliebt. Dem zusätzlichen Rathaus, das dort gebaut werden soll, müssen sie aber weichen. Nun steht fest, dass die Parkplätze erst ab Ende des nächsten Jahres nach und nach verschwinden werden. Dann sollen auf dem Gelände archäologische Untersuchungen beginnen. Engpässe bei den Parkplätzen in der Innenstadt befürchtet Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain aber nicht.Mit dem Bau des neuen Rathauses kann dann vermutlich 2020 begonnen werden. 2025 soll es fertig sein. Die prognostizierten Kosten liegen laut Stadt bei rund 160 Millionen Euro. Derzeit wird auf dem Gelände am Ferdinandplatz der Baugrund untersucht. Dabei wird an einigen Stellen bis zu 25 Meter in die Tiefe gebohrt. Die Arbeiten sollen Mitte des nächsten Monats abgeschlossen sein.

Hier können Sie die Information der Stadt zu den Arbeiten am Ferdinandplatz nachlesen:

Baugrunduntersuchung für Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz hat begonnen
Dresdner können sich in der Entwurfsphase für den Neubau einbringen

Am Dienstag, 10. Juli 2018, hat das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung mit den Baugrunduntersuchungen für den Neubau eines Verwaltungszentrums am Ferdinandplatz begonnen. Bis 2024 sollen dort Arbeitsplätze für 1 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Dresden entstehen. Für das Verwaltungszentrum ist eine mehrgeschossige, oberirdische Bebauung geplant. Unterhalb der Geländeoberfläche werden zwei Tiefgaragengeschosse mit einer Gründungstiefe von circa neun Metern gebaut. Das Gelände ist eben und liegt bei circa 114 Metern über Normalhöhennull. Eine Auswertung der bereits ab Mitte der 1960er Jahre durchgeführten Baugrunduntersuchungen lässt Baugründe aus Auffüllungen, Auelehm (vereinzelt im Abschnitt ehemaliger Teiche und Seen), pleistozäne Tallehme und Talsande sowie Flusskiese und kreidezeitlichen Mergelstein (Pläner) erwarten.

Fachleute haben einen Aufschlussplan mit Darstellung der notwendigen Bohrsondierungen entwickelt und den für die geplante Bebauung notwendigen Untersuchungsumfang festgelegt. Ziel ist es, die Baugrund-, Gründungs-, Grundwasser-, Versickerungs- und abfallrechtlichen Verhältnisse fachgerecht zu erkunden. Hierfür werden etwa 24 bis zu 25 Meter tiefe Bohrungen als Rotationstrockenbohrungen mit einem Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern sowie schwere Rammsondierungen und Kleinrammbohrungen ausgeführt. Dafür kommt eine Bohranlage mit einer Gesamthöhe von sieben Metern zum Einsatz, die einen maximalen Bohrdruck von vier Tonnen leistet. In Abhängigkeit vom Baugrund kann eine 25 Meter tiefe Bohrung bis zu drei Tage dauern. Zuvor muss am jeweiligen Aufschlusspunkt über Sondierungen festgestellt werden,  ob möglicherweise noch Kampfmittel im Erdreich lagern. Zum Einsatz kommt dafür ein Radbagger mit Endlosschnecke, sechs Meter lang und mit einem Durchmesser von 150 Millimetern.

Bürgerbeteiligung ab Herbst 2018
„Parallel zur Baugrunduntersuchung bereiten wir eine Bürgerbeteiligung für den Herbst vor. Wir wollen mit den Bürgerinnen und Bürgern darüber sprechen, wie sie sich ihre Verwaltung der Zukunft vorstellen. Ihre Hinweise werden wir in die Aufgabenstellung für einen wettbewerblichen Dialog einbeziehen. Auch vor der endgültigen Entscheidung über die eingegangenen Entwürfe werden wir sie nochmals befragen. Dazu werden wir in einem ‚Bürgerblick‘ die Entwürfe ausstellen. Die Dresdnerinnen und Dresdner können uns mitteilen, was ihnen an den Entwürfen gefällt oder was ihnen nicht gefällt“, erläutert der Beigeordnete Raoul Schmidt-Lamontain die Aktivitäten in seinem Geschäftsbereich Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften.