Ostsächsische Sparkasse kündigt unbefristete Prämiensparverträge
Auch die Ostsächsische Sparkasse kündigt ihre unbefristeten Langzeitsparverträge von Prämiensparen. Noch im vergangenen Jahr sei dies anders zugesagt worden, kritisierte die Verbraucherzentrale. Wie viele Kunden davon genau betroffen sind, das ist nicht bekannt. Insgesamt gibt es 18.000 befristete und unbefristete Prämiensparverträge bei der Ostsächsischen Sparkasse, sagte Sprecher Andreas Rieger. Seit Monaten versuchen Sparkassen bundesweit auf diese Art, teure Verträge loszuwerden, die sie in den Neunzigern und frühen 2000er-Jahren mit den Kunden abgeschlossen haben. Durch die dauerhaften Niedrigzinsen lohnen sich die Verträge für die Banken nicht mehr.
Sprecher Andreas Rieger teilte mit: „Zum einen findet die Null- und Minuszinspolitik, anders als erwartet, kein Ende. Sie hat sich nun noch mit der EZB-Entscheidung von Anfang September sogar weiter verschärft. Es ist nicht absehbar, wann demzufolge die betroffenen Verträge wieder in ein vernünftiges und marktgerechtes Verhältnis zurückkehren könnten. Zum anderen hat der BGH entschieden, dass unbefristete Sparverträge (und nur um diese Verträge geht es) nach 15 Jahren und dem Erreichen der höchsten Prämienstufe ihren Zweck und ihr Ziel erfüllt haben. Dies bedeutet auch, dass im Sinne aller Kunden einseitige und marktunübliche Bevorteilungen zurückführbar sein müssen.“