• Die Ostrale soll nach Striesen ziehen. (Foto: PR)

Ostrale soll nach Striesen

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Die Kunstausstellung Ostrale soll in diesem Jahr überraschend nach Dresden-Striesen ziehen - in Teile der historischen f6-Tabakfabrik. Der bisherige Ostrale-Standort, die alten Futterställe im Ostragehege, dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mehr genutzt werden.

Monatelang ist über neue Standorte und sogar über einen Umzug nach Chemnitz diskutiert worden. Zuletzt war die Messe Dresden als Standort im Gespräch.

Nun soll das ehemalige Bürogebäude der historischen Tabakfabrik sich in Ausstellungsräume verwandeln - derzeit laufen Abstimmungen mit den zuständigen Ämtern. Zudem hoffen die Organisatoren auf einen Zuschuss in Höhe von 150.000 Euro vom Stadtrat.

Hier die vollständige Mitteillung der Ostrale:

Vom 11. Juni bis 1. September soll die internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste zum 12. Mal in Dresden stattfinden. Erneut verspricht die OSTRALE eine lebendige, vielseitige und wertvolle Veranstaltung zu werden, bei der das Schaffen von Artists in Residence aus verschiedenen Teilen der Welt direkt zu erleben ist und Performances, Workshops, Seminare und pädagogische Führungen für Hunderte von Schulklassen die Ausstellung ergänzen. Die Planung umfasst derzeit bis zu 130 Künstler aus 38 Ländern und über 290 Kunstwerke an sechs Ausstellungsorten in Dresden.
Erstmals kann die Veranstaltung nicht in den historischen Futterställen im Dresdner Ostragehege stattfinden. Die Verwaltung hatte die Messe Dresden als Ersatz-Veranstaltungsort vorgeschlagen. Das hätte jedoch – neben den Kosten für die technische Einrichtung der leeren Messehalle – zusätzlich auch erhebliche Miet- und Mietnebenkosten bedeutet. Diese wären Vorabstimmungen zufolge wohl nicht von Seiten der Stadt übernommen worden – und hätten das Budget der OSTRALE bei weitem überstiegen.
Daher hat sich die OSTRALE-Leitung jetzt entschlossen, eine kurzfristig vom Freundeskreis OSTRALE.freunde vermittelte Alternativlösung zu ergreifen: Die OSTRALE Biennale wird in diesem Sommer Teile der historischen Tabakfabrik f6 in Striesen nutzen. Derzeit wird dafür gemeinsam mit den zuständigen Ämtern die Änderung der Baugenehmigung geprüft. Zusammen mit der angesichts des Wegfalls der Futterställe derzeit im Stadtrat beantragten Sonderförderung in Höhe von 150.000 Euro wäre damit das Stattfinden der OSTRALE Biennale 2019 in Dresden gesichert. Diese würde die Deckungslücke zwischen den kalkulierten Kosten, den Eintrittsgeldern und den bisher zugesagten Fördergeldern (Europäischer Sozialfonds, Fonds Turn der Kulturstiftung des Bundes, Institutionelle Förderung durch die Stadt Dresden und Aktion Mensch) schließen.

Annekatrin Klepsch, Beigeordnete für Kultur und Tourismus, Landeshauptstadt Dresden: "Nach den bekannten Problemen und Umwegen ist es erfreulich, dass die Ostrale nun wohl doch in diesem Jahr in Dresden stattfinden kann. Es gibt mit der ehemaligen f6-Cigarettenfabrik einen für die Kunst neuen, interessanten Ort, ganz in der Nähe der Technischen Sammlungen, und weitere Orte, an denen die Kunst in diesem Jahr auch dezentral präsentiert werden kann. Es wäre ein zukunftsweisendes Signal, wenn der Stadtrat sich entscheidet, mit einer weiteren Förderung in Höhe von 150.000 Euro die Ostrale in diesem Jahr zu ermöglichen. Es wäre ein positives Zeichen vor allem im Interesse der Besucher, der wie immer zahlreichen Schulklassen, der Kunstfreunde in der Stadt und nicht zuletzt der Kunsttouristen."

OSTRALE Biennale Direktorin Andrea Hilger: „Mit großem Dank nehmen wir die Möglichkeit wahr, das ehemalige Bürogebäude der historischen Tabakfabrik f6 als Zentrum unserer in diesem Jahr dezentralen OSTRALE Biennale zu nutzen. Wir hoffen, neben dem 2. und 3. OG auch die spannenden Untergeschosse nutzen zu können. Derzeit ermitteln wir zusammen mit den zuständigen Ämtern, für welche Flächen genau eine Änderung der Baugenehmigung möglich ist – danach richtet sich dann der Umfang der Nutzung.“