• Manuela Schwesig (SPD, l-r), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Bodo Ramelow (Linke), Ministerpräsident von Thüringen, Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, nehmen an der Konferenz der ostdeutschen Regierungschefs in der Landesvertretung von Sachsen-Anhalt in Berlin teil. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Ostdeutsche Regierungschefs stellen Russland-Sanktionen in Frage

Zuletzt aktualisiert:

Die ostdeutschen Regierungschefs stellen die wegen des Ukraine-Konflikts gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen in Frage. «Wir sind ganz klar für den Abbau der Sanktionen», sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Montag nach einem Treffen mit ihren Ost-Kollegen in Berlin. 

Die Sanktionen hätten sich im Hinblick auf den Konflikt als wirkungsloses Instrument erwiesen, sagte Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU). Sie träfen viele ostdeutsche Unternehmen etwa der Agrar- und Ernährungsbranche, die traditionell gute Kontakte nach Russland pflegten, deutlich härter als Westfirmen.

Die EU-Staaten hatten 2014 mit den Wirtschaftssanktionen auf die Annexion der Krim und Russlands sonstiges Agieren in der Ukraine-Krise reagiert. Zuletzt wurden sie bis Sommer dieses Jahres verlängert. Russland hatte im Gegenzug ein Einfuhrverbot für Lebensmittel verhängt.(DPA)