Ohne Elterntaxi in die Schule
Um Kindern einen sicheren und selbstständigen Schulweg zu ermöglichen, sind Verkehrshelfer eine wichtige Maßnahme. Derzeit sind 39 Ehrenamtliche in dieser Funktion in der Stadt unterwegs. Bis nächstes Jahr sollen es 50 werden, denn der Bedarf ist groß, sagte uns Frank Tiesler von der Verkehrswacht. Oberschüler, Gymnasiasten, Rentner oder Berufstätige, die früh eine Dreiviertelstunde Zeit haben, können sich gern bewerben. Es gibt eine Aufwandsentschädigung von 120 Euro im Monat.
Eine weitere Idee, um den Schulweg sicherer und ohne Elterntaxi zu gestalten ist das „Laufbus-Projekt“. Weil die Verkehrssituation vor der 89. Grundschule in Niedersedlitz zum Unterrichtsbeginn besorgniserregenden war, hat sich der Elternrat Gedanken gemacht, wie diese Situation verbessert werden kann. Ziel sollte es sein, dass möglichst wenig Fahrzeuge bis zur Schuleingangstür fahren und somit die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler verbessert wird, die selbstständig zur Schule kommen. Beim „Laufbus-Projekt“ treffen sich die Grundschüler an verschiedenen Haltestellen, um vom Bus gemeinsam zur Schule zu laufen. So können sie sich morgens schon austauschen, passen aufeinander auf und übernehmen Verantwortung.
Die Kinder finden es „cool“ alleine in die Schule zu gehen. Nun müssen nur noch mehr Eltern überzeugt werden, dass sie das ihren Kindern auch zutrauen können.