Oberlausitzer Landräte gegen atomares Endlager

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Die  Landräte von Görlitz und Bautzen, Lange und Harig, sind gegen ein atomares Endlager in der Oberlausitz. Sie sehen erhebliche Bedenken.  In einer gemeinsamen Stellungnahme äußerten sie schwerwiegende Vorbehalte gegen die potentiellen Standorte der Region. 

Es geht um das  Kristallingestein des Lausitzer Granits und das Tongestein im sächsischen Teil Niederschlesiens. Die Landräte halten diese sogenannten Wirtsgesteine für ein Atommülllager für ungeeignet. 

Ein Endlager wäre zudem völlig konträr zum Strukturwandel in der Lausitz und der Weiterentwicklung als innovative Wirtschaftsregion, ergänzte der Görlitzer Landrat, Bernd Lange. Auch müssten die nationalen Interessen von Polen und Tschechien bei der Standortauswahl berücksichtigt werden.

Eine erste Auswahl hatte die Bundesgesellschaft für Endlagerung im September vergangenen Jahres vorgestellt.  Betrachtet wurde  u.a. die Granitformation in der südlichen Oberlausitz.  In der Niederlausitz sind  Regionen mit Steinsalz im Fokus. Sie überlagern die Teilgebiete in der Oberlausitz teilweise. In Sachsen sind 62 Prozent der Landesfläche betroffen.

2031 soll entschieden werden, wo das atomare Endlager entsteht. Ab 2050 sollen die Behälter mit dem strahlenden Müll eingelagert werden.