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Dresdner fordern von der Stadt: macht die Brunnen an!

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Das Trockenlegen der Springbrunnen in Dresden sorgt für immer mehr Empörung und Widerstand. Die Dresdner verstehen nicht, warum die Stadt angeblich aus Spargründen den Brunnen den Geldhahn zudreht. Inzwischen gibt es auch eine Petition.

Dort heißt es: „Setzen Sie ein Zeichen und unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift die Forderung, dass die Dresdner Brunnen und Wasserspiele in diesem Jahr und auch in den Folgejahren ohne Einschränkungen laufen. Wasser marsch!“

Brunnen-Thema kommt mit Trick in den Stadtrat

Das Team Zastrow will mit einem Stadtratsbeschluss erreichen, dass alle Brunnen angeschaltet werden. Das Thema komme in der nächsten Sitzung auf die Tagesordnung, sagte uns Fraktionschef Holger Zastrow. Dresden könne nicht für Millionen die Bundesgartenschau planen und jetzt die Brunnen außen vorlassen.

Zastrow will erreichen, dass möglichst viele der 99 Brunnen angeschaltet werden. „Dafür werden wir einen alten Antrag unserer Fraktion, der sich ursprünglich mit der Verlängerung der Brunnensaison beschäftigt hat, leicht verändert in den Stadtrat einbringen“, erklärt Zastrow. Der Antrag ist bisher nicht behandelt worden. Nun kommt er durch diesen „Trick“ auf die Tagesordnung.

Woher das Geld für die Brunnen kommt, ist allerdings noch unklar. Der Betrieb eines Brunnens kostet etwa 5.000 Euro pro Jahr.

Protest kommt auch von den Linken. Sie fordern die Verwaltung auf, diese Fehlentscheidung umgehend zu korrigieren. Linken-Fraktionschef André Schollbach schlägt vor, das geplante Geld für die umstrittene Rathaus-Party von Oberbürgermeister Dirk Hilbert umzuwidmen und für den Betrieb der Springbrunnen einzusetzen. So könnten viele Wasserspiele doch noch sprudeln.

Nur acht von 99 Brunnen sollen dieses Jahr in Dresden in Betrieb gehen - begründet wird das mit der angespannten Haushaltslage.