Norovirus-Verdacht in Sebnitzer Jugendherberge - 36 Kinder von Rettungsdienst versorgt
In einer Jugendherberge in Sebnitz sind in der Nacht zu Mittwoch Einsatzkräfte von Johannitern und dem Arbeiter Samariter Bund (ASB) angerückt. Dort klagten viele Kinder über Brechreiz und Durchfall. Noch in der Nacht wurden die Kinder von den Sanitätern versorgt, isoliert und eine Quarantäne eingerichtet.
Sechs Kinder sind nach Angaben von Katastrophenschützer Christian Gaudig von den Johannitern ins Krankenhaus gebracht worden - insgesamt werden 36 Kinder behandelt. Es besteht Norovirus-Verdacht, sagte Gaudig. Die Eltern der Kinder sind informiert worden, teilten der Regionalverband Dresden der Johanniter per Facebook mit. Die Johanniter sind weiter mit acht Mitarbeitern im Einsatz, der ASB mit zwei Einsatzkräften, sagte uns Gaudig.
Landratsamt lässt Einrichtung schließen
Die zuständige Beigeordnete vom Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge für Gesundheit und Soziales, Kati Hille, informierte am Mittwochvormittag dann im Detail:36 Kinder seien betroffen, Ursache sei höchstwahrscheinlich eine durch einen Virus verursachte Magen-Darm-Erkrankung. Sechs Kinder mussten in ein Krankenhaus. Die anderen Erkrankten wurden von den noch nicht Erkrankten abgesondert und vom Notarzt versorgt.
Es waren im Einsatz:
1 Notarzt
1 Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst
2 Bedienstete des Gesundheitsamtes
32 Mitarbeiter des Rettungsdienstes
Einrichtung geschlossen
Die Amtsärztin und eine Mitarbeiterin des Sachgebiets Hygiene waren seit den frühen Morgenstunden vor Ort, um erforderliche Maßnahmen einzuleiten. Um weitere Ansteckungen zu vermeiden, wurde von der Amtsärztin, Frau Dr. Mix, die Schließung der Einrichtung veranlasst.
Weitere Maßnahmen:
- Lehrer und Eltern wurden umfangreich informiert
- Eltern wurden benachrichtigt, ihre (gesunden) Kinder abzuholen,
- Merkblätter mit Verhaltenshinweisen wurden ausgehändigt,
- Gesundheitsämter der Heimatorte wurden informiert und
- das weitere Hygienemanagement wurde festgelegt.