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Noch keine Grenzkon­trollstelle in Sachsen

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Die Einrich­tung einer statio­nären Kontroll­stelle auf der A17 an der tsche­chi­schen Grenze ist nach Angaben der Bundes­po­lizei noch nicht abgeschlossen. Man sei zwar darauf vorbe­reitet, die Maßnahme war aller­dings auch am Diens­tag­morgen noch nicht notwendig. Das sagte ein Mitar­beiter der zustän­digen Bundes­po­li­zei­di­rek­tion in Pirna. Sachsens Innen­mi­nister Markus Ulbig (CDU) hatte zuvor angekün­digt, dass eine solche statio­näre Kontroll­stelle vor dem Hinter­grund der Flücht­lings­pro­ble­matik noch im Laufe des Montags errichtet werden solle. Da bisher aber keine verstärkten Flücht­lings­be­we­gungen über die tsche­chi­sche Grenze festge­stellt werden, warte man mit der Einrich­tung einer festen Kontroll­stelle noch ab, hieß es von der Bundes­po­li­zei­di­rek­tion. Ulbig begrüßte die punktu­ellen Kontrollen, da diese den Ländern Zeit geben für eine Auswei­tung der Erstauf­nah­me­ka­pa­zi­täten für Flücht­linge und die Wieder­auf­nahme eines geord­neten Verfah­rens für Einreise und Regis­trie­rung. Seit vorletztem Wochen­ende seien 56.000 Flücht­linge vor allem über Ungarn nach Bayern gekommen. Davon seien bislang etwa 1.100 nach Sachsen verteilt worden.Über das Wochen­ende habe der Freistaat die Zahl der Plätze in den Erstauf­nah­me­ein­rich­tungen um rund 1.000 auf knapp 10.500 erhöht. Auch das Techni­sche Rathaus in Dresden soll nun zunächst mit 200 Plätzen zur Unter­brin­gung genutzt werden, später soll die Kapazität auf eine vierstel­lige Zahl steigen. Am Montag­morgen war ein Zug mit 450 Flücht­lingen in Leipzig einge­troffen. Nach Angaben Ulbigs wurde er zur Messe­halle 4 gefahren, wo die Regis­trie­rung der Flücht­linge laufe.