Neuschnee sorgt wieder für viele Unfälle in Sachsen
Verunglückte Lastwagen haben auf der A4 bei Dresden in der Nacht zum Donnerstag für Behinderungen gesorgt. Am Morgen war der Polizei zufolge noch die Anschlussstelle Wilsdruff in beiden Richtungen gesperrt. „Das wird auch noch den Berufsverkehr treffen“, sagte ein Polizeisprecher. Ein Sattelzug hatte gegen Mitternacht auf der A4 Richtung Dresden bei schneeglatter Fahrbahn die Kurve der Abfahrt nicht bekommen. Der Laster fuhr Polizeiangaben zufolge geradeaus weiter, durchbrach die Leitplanke und rutschte einen Teil der Böschung hinab. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Die Bergungsarbeiten dauerten am Morgen noch an. Bereits am Abend war auf der A4 Richtung Chemnitz kurz vor der Anschlussstelle Dresden-Hellerau ein Milchlaster umgekippt. Laut Polizei liefen 21.000 Liter Milch aus und mussten beseitigt werden. Dafür wurde die Autobahn zeitweise gesperrt - es gab stundenlang Behinderungen. Die Polizei schätzt den Schaden auf 81.000 Euro. Der Fahrer blieb unverletzt. Starker Schneefall hat auch den Verkehr im Erzgebirge teilweise zum Erliegen gebracht. Es gab viele Unfälle, LKW blieben stecken. In Aue verlor eine Frau auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über ihr Auto. Sie fuhr einen Hang hinauf, rammte einen Gartenzaun und blieb auf einem Grundstück stecken. In Bad Schlema krachte ein BMW auf der Talstraße gegen einen Baum. Beide Fahrer verletzten sich leicht. Mehrere LKW kamen an Steigungen nicht weiter, sie mussten auf den Winterdienst warten. Ein Betrunkener hat in Oelsnitz im Vogtland mit seinem Auto ein Räumfahrzeug gerammt. Der 50-Jährige war am Mittwochabend auf der B92 gegen den Räumschild des Fahrzeuges gefahren, teilte die Polizei mit. Bei der Unfallaufnahme bemerkten Beamte Alkoholgeruch bei dem Fahrer - ein Test ergab fast 1,4 Promille. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf 6.000 Euro. (mit dpa)