Neues Hochwasserschutzlager in Radeburg eingeweiht
Die Landestalsperrenverwaltung hat in Radeburg ein neues Hochwasserschutzlager eingeweiht. Bestehende Räume der Staumeisterei wurden um eine große Halle erweitert, so dass jetzt unter anderem viereinhalb Millionen Sandsäcke Platz finden.
In der sogenannten Landesreserve werden außerdem Wasser-Barrieren, Flies und Folien für den Ernstfall gelagert. Rund dreieinhalb Millionen Euro wurden in den Neubau investiert.
„Die Hochwasserereignisse der letzten Jahre haben immer wieder deutlich gemacht, wie wichtig Materialien zur operativen Hochwasserabwehr für die Städte und Gemeinden sind. Dafür hat der Freistaat Sachsen entsprechende Hochwasserschutzlager eingerichtet, welche durch die Landestalsperrenverwaltung gebaut und betrieben werden“, erklärt Eckehard Bielitz, Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung.
Nach dem Oderhochwasser in Brandenburg 1997 richtete der Freistaat Sachsen eine Landesreserve für Hochwasserbekämpfungsmittel ein. Diese ist in fünf Hochwasserschutzlagern untergebracht und wird von der Landestalsperrenverwaltung betrieben. Damit die Materialien im Notfall schnell dorthin gelangen, wo sie benötigt werden, sind die Hochwasserschutzlager in verschiedenen strategisch günstigen Regionen untergebracht.
Sie befinden sich in Chemnitz, in Trebsen (Landkreis Leipzig), in Radeburg (Landkreis Meißen), in Lohsa (Landkreis Bautzen) und in Hagenwerder (Landkreis Görlitz). Im Katastrophenfall sind die Lager rund um die Uhr besetzt. Die Landesreserve kann dann ab Alarmstufe 3 von den Krisenstäben in den Landkreisen abgefordert werden, wenn die Eigenmittel aufgebraucht sind.
