Neues Hochsicherheitsgericht in Dresden geplant
Sachsen plant den Bau eines Hochsicherheitsgebäudes für besonders große Strafprozesse. Der Baubeginn ist für das Jahr 2020 vorgesehen, erklärte das Justizministerium am Freitag auf Anfrage und bestätigte einen SZ-Bericht.
Hintergrund ist, dass große Prozesse gegen Terroristen oder kriminelle Vereinigungen aufgrund erhöhter Sicherheitsanforderungen eine Herausforderung für sächsische Gerichte sind. „Mit der geplanten Baumaßnahme soll in den nächsten Jahren ein Prozessgebäude mit Hochsicherheitsverhandlungssaal und entsprechender Infrastruktur in direkter Nachbarschaft zu Justizvollzug und zur Polizei entstehen“, sagte Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (CDU). Der Neubau soll zwischen der JVA am Hammerweg und der Polizei an der Stauffenbergallee entstehen.
Derzeit werden Hochsicherheitsverfahren, zum Beispiel gegen die Gruppe Freital, in einem Neubau verhandelt, der künftig als Asylunterkunft dienen soll. Die Kantine des Neubaus wurde zu einem Hochsicherheitsgerichtssaal. (mit dpa)