Neues High-Tech-Gerät soll Krebspatienten helfen
Bei der Behandlung von Krebspatienten setzen Dresdner Forscher und Ärzte künftig auf ein spezielles Großgerät. Es kombiniert die Strahlentherapie mit einem Ganzkörper-MRT, das sich um den Patienten dreht und die Behandlung in Echtzeit überwacht.
Den weltweit einzigartigen Prototyp haben das Helmholtz-Zentrum Rossendorf und die Hochschulmedizin Dresden gemeinsam entwickelt. Das Gerät wurde am Montag im Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer eingeweiht, es soll die Heilungsmöglichkeit der Tumore deutlich verbessern.
Bis erste Patienten mit der neuen Technik behandelt werden können, wird es aber noch einige Jahre dauern. Zunächst testen die Wissenschaftler die Anlage. Mit dem Prototyp werden künftig Studien durchgeführt, um den Mehrwert dieses neuen Prototyps für bewegliche Tumoren im Brustkorb, Bauchraum und Becken aufzuzeigen.
„Das Besondere an der Hochschulmedizin Dresden ist die enge Verbindung zwischen Patientenversorgung und Wissenschaft“, erklärt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums. „Wir haben schon immer einen besonderen Fokus auf innovative, moderne Therapieansätze gelegt. Der innovative Sprung, den wir jetzt mit dem neuen Prototyp machen, zeigt, dass wir dabei stets Vorreiter sind.“
Aufgebaut ist der Prototyp auf dem Gelände der Hochschulmedizin Dresden. Dort beschäftigt sich ein internationales Forscherteam mit den innovativen Möglichkeiten der Krebstherapie.
Die Entwicklung und Installation des Prototyps wurde in enger Zusammenarbeit mit internationalen Industriepartnern ermöglicht. Die Firma ASG Superconductors aus Italien ist Hersteller des MRT-Gerätes, die Firma MagnetTx Oncology Solutions aus Kanada konstruierte die drehbare Gantry.