Neues Versuchszentrum für autonomes Fahren in Dresden
Dresden bekommt ein europaweit einzigartiges Versuchszentrum für Fahrzeugtechnik. Das Gebäude auf dem früheren Bundeswehr-Areal an der August-Bebel-Straße wurde am Freitag feierlich eingeweiht. Darin befinden sich hochmoderne Prüfstände, Labore und ein Versuchsfeld.
Das Institut für Automobiltechnik der TU Dresden kann hier unter anderem Fahrwerke, Lenksysteme oder Assistenzsysteme für das automatisierte Fahren testen und weiterentwickeln. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 37 Millionen Euro. Davon stammt der größere Teil in Höhe von 33 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, der Anteil des Freistaates beläuft sich auf rund 4 Millionen Euro.
Herzstück des Versuchszentrums sind zwei ehemals militärisch genutzte, aus Beton bestehende Werkstatt- und Lagerhallen. Unter Leitung des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement wurden die ehemaligen DDR-Panzerhallen zu hochmodernen Prüfstandshallen umgebaut und saniert. Nach Abschluss der Arbeiten befinden sich auf mehr als 1.500 Quadratmetern 14 Prüfstände für Fahrzeuge unterschiedlicher Art mit Bedienräumen sowie vier Messlabore und Werkstätten.

Die Prüfstände sind auf bis zu 350 Tonnen schweren Schwingfundamenten aufgebaut, die auf Luftfedern gelagert, Schwingungen isolieren. So wird verhindert, dass sich Schwingungen auf andere Prüfstände übertragen und dadurch Testergebnisse ungewollt beeinflussen.
Im Mittelpunkt der Forschungen stehen die Themen Sicherheit, Effizienz und Fahrzeug-Physik. Das schafft nach Angaben der TU die Grundlagen für eine gebrauchsfähige und betriebsfeste Gestaltung von Fahrzeugen. Die Tests liefern Daten, um digitale Modellierungen und Simulationen zu erstellen, die für die weitere Forschung genutzt werden.
