Neue Webseite für Olaf Böhme

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Er war der betrunkene Sachse und promovierter Mathematiker – der Kabarettist, Autor und Schauspieler Olaf Böhme. Genau heute vor zwei Jahren ist er verstorben und nun erinnert eine Webseite an ihn. Der Dresdner Thomas Kaufmann (43) erstellte die Seite www.olaf-boehme.de

Thomas Kaufmann kannte Olaf Böhme seit 20 Jahren. Er ist selbst Theatermann, arbeitet in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Boulevardtheater Dresden und steht seit vielen Jahren auch immer wieder selbst auf der Bühne. In einer kleinen Rolle spielte er vor vielen Jahren auch schon an Olaf Böhmes Seite – bei dem Barock-Spektakel „August der Schwache“ auf Schloss Moritzburg.

„Meine schönste Erinnerung an Olaf liegt viele Jahre zurück. Es war Ende der 90er, ich ging noch zur Schule, und mit meinem Freund Marten Ernst, dem heutigen Leiter vom Boulevardtheater Dresden, hatten wir eine Laienspielgruppe gegründet. Mit dieser inszenierten wir ein Weihnachtsmärchen und suchten dafür eine Spielstätte. Olaf war damals Leiter des ’theater 50’ auf der Maternistraße und ließ uns auf seiner Bühne auftreten. Heute befindet sich an eben dieser Stelle das Boulevardtheater, wo wir täglich unserer Berufung nachgehen.“

Die Idee zur Homepage kam Kaufmann, da Olaf Böhmes Internetseite nach seinem Tod abgeschaltet wurde. „Man fand im Netz kaum noch etwas über ihn, abgesehen von seinem Eintrag bei Wikipedia und verschiedenen Newsartikeln. Aber eine Homepage, auf der man etwas über sein Leben und Werk erfahren kann, Bilder sehen und Erinnerungen teilen kann, das fehlte mir. Ich finde, das hat er verdient, da er mit seiner Arbeit so viele Menschen begeistert hat.“

Die Seite bietet einen Überblick über alle Programme, Filme und Bücher von Olaf Böhme, eine ausführliche Biografie sowie eine Bildergalerie mit privaten Fotos und Bildern von seinen Auftritten.
Kernstück der Homepage soll aber die Unterseite „ERINNERUNGEN“ sein. Hier findet sich ein digitales Notizbuch.
Thomas Kaufmann: „Ich würde mir wünschen, dass die Menschen hier ihre Erinnerungen an Olaf niederschreiben. So könnte eine wunderbare Sammlung von vielfältigen Momenten, Gedanken und Erlebnissen entstehen und für die Zukunft bewahrt bleiben.“

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