Neue Synagoge in Dresden wieder eröffnet
Die Jüdische Gemeinde zu Dresden hat am Montag die Rückkehr in ihre Synagoge mit einem Fest gefeiert. Das Gebäude war 2023 für umfangreiche Umbau- und Sicherungsmaßnahmen geschlossen worden. Auslöser war u.a. auch der Anschlag auf die Synagoge in Halle 2019. Mit der Wiedereröffnung soll die Synagoge nun wieder für regelmäßige Gottesdienste und das Gemeindeleben genutzt werden und ein Ort der Begegnung bleiben. Der Freistaat Sachsen unterstützt die jüdischen Gemeinden derzeit mit rund 10 Millionen Euro für die Sicherung ihrer Einrichtungen.
Statements SMK:
Kultusminister Conrad Clemens: „Die Wiedereröffnung der Dresdner Synagoge ist ein Höhepunkt des Jüdischen Lebens in Sachsen. Jüdisches Leben gehört zu Sachsen und muss bei uns frei, sichtbar und vor allem sicher gelebt werden können. Mein Dank gilt der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und dem Landesverband, die während der langen Bauzeit erhebliche Belastungen auf sich genommen haben. Dass beide nun wieder an diesen für das jüdische Leben in Dresden so wichtigen Ort zurückkehren konnten, ist ein gutes und wichtiges Zeichen.“
Ekaterina Kulakova, Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden: „Wir schätzen die Unterstützung, die wir für unsere Sicherheit erhalten, sehr. Besonders in letzter Zeit, in der der Antisemitismus im alltäglichen Leben, aber auch auf politischer Ebene, so rasant zugenommen hat. Enorm wichtig ist für uns jede Art der Unterstützung: der Schutz jüdischen Lebens seitens des Landes Sachsen, aber auch die Unterstützung von sächsischen Bürgern, die uns schriftlich und persönlich erreicht. Viele machen sich mit Blick auf die politische Entwicklung Sorgen.“
„Der Freistaat Sachsen unterstützt die Jüdischen Gemeinden bei der Sicherung ihrer Einrichtungen sowohl finanziell als auch fachlich. Für baulich-technische Sicherungsmaßnahmen und personelle Sicherheitsdienstleistungen werden 9,9 Millionen Euro aus dem Haushalt des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus bereitgestellt. Das Landeskriminalamt begleitet die Gemeinden durch fachliche Sicherheitsberatung und aktualisiert seine Empfehlungen entsprechend der jeweiligen Gefährdungslage. Hinzu kommen lageabhängige Maßnahmen des polizeilichen Objektschutzes.“ (SMK)
