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Neue Regeln für Straßenmusiker in Dresden

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Der Dresdner Stadtrat hat neue Regeln für Straßen­mu­siker beschlossen. Die Vorschläge der Verwal­tung wurden von der rot-grün-roten Mehrheit aller­dings nochmal etwas gelockert. Musiker können sich künftig mit einer Handy-App anmelden. Kosten sollen für die Musiker nicht entstehen. An einigen Orten in der Innen­stadt gilt Mittags­ruhe. Außerdem dürfen Musiker nun nicht mehr ganztägig am gleichen Ort spielen. In den vergan­genen Monaten hatte vor allem eine Musiker­gruppe aus Osteu­ropa für zahlreiche Beschwerden von Anwoh­nern und Händlern gesorgt.Stopp von Bausünden in Striesen und Blase­witzBlase­witz und Striesen sind mit einem umfas­senden Paket an sogenannten Erhalts­sat­zungen im Stadtrat unter beson­deren Schutz gestellt worden. Die Grünen hatten die Initia­tive auf den Weg gebracht, um den Abriss von histo­ri­schen Villen und neue Bausünden zu verhin­dern. Es gehe darum, dass dort keine 0815-Häuser und Beton­klötze zwischen die histo­ri­schen Gebäude gebaut werden, sagte Grünen­chef Thomas Löser. Zuschuss für Kinder- und Jugend­bau­ernhof NickernDer Stadtrat hat am Abend den Weg für die Sanie­rung des Kinder- und Jugend­bau­ern­hofes Nickern frei gemacht. Die Stadt­rats­mehr­heit stimmte für die Bereit­stel­lung eines kommu­nalen Zuschusses für die Sanie­rung des alten Bauern­hauses. Ein Fünftel der Kosten übernimmt die Stadt. Damit sei man ein erheb­li­ches Stück näher an die Errich­tung eines Kinder­bau­ern­hauses gekommen. Mit der Sanie­rung des alten Wohnhauses stehen zukünftig wetter­un­ab­hän­gige Räume für die Betreuung zur Verfü­gung. Geplant ist auch die Einrich­tung eines Hofla­dens und eines Hofcafés.Emtio­nale Debatte zum Fernseh­turmIm Rat ist am Donners­tag­abend auch intensiv über eine Wieder­er­öff­nung des Dresdner Fernseh­turmes disku­tiert worden. Entschei­dungen gab es nicht, es handelte sich um eine aktuelle Stunde auf Antrag der AfD-Fraktion. Der Dresdner Fernseh­turm­verein und auch die FDP plädierten im Rat für eine Wieder­er­öff­nung. Holger Zastrow von der FDP sagte, dass das für diese Stadt stemmbar ist. Die kleinste Ausbau­va­ri­ante mit einem Café im Turm sei finan­zierbar mit der Hilfe von Spendern und privaten Inves­toren. Die Kosten belaufen sich dafür auf mindes­tens 15,5 Millionen Euro. Fernseh­turm­ver­eins­chef Eberhard Mittag plädierte emotional im Rat für die Zukunfts­vi­sion eines wieder­er­öff­neten Fernseh­turmes.Fahrrad­bü­geln auf ParkplätzenBeschlossen wurde auch, dass Fahrrad­bügel künftig auch auf Parkplätzen instal­liert werden dürfen. Der Allge­meine Fahrrad­club ADFC Dresden sucht nun zusammen mit Dresdner Radlern Bereiche, wo mehr Bügel instal­liert werden müssten.Grünes Licht für Dresden Marke­ting GmbHDer Stadtrat hat am Abend einstimmig die Marke­ting­stra­tegie der Dresden Marke­ting GmbH (DMG) 2017/2018 bestä­tigt. "Mit diesem Votum und einem städti­schen Zuschuss von jährlich 2,85 Mio. Euro für 2017/2018 werden wir noch inten­siver unseren großar­tigen Standort in aller Welt gemeinsam mit den Partnern vermarkten können", sagte Bettina Bunge, Geschäfts­füh­rerin der DMG. Für die nächsten Monate ist die Kampagne "Dresden. Gibt dem Winter Glanz" sowie die Fortfüh­rung der touris­ti­schen Jahres­kam­pagne "Dresden. Neues Entde­cken" und der Kongress- und Wirtschafts­stand­ort­kam­pa­gnen geplant. Diverse Projekte im Online Marke­ting und der Social Media Kommu­ni­ka­tion, wie auch viele Messe­auf­tritte im Herbst  sind zu reali­sieren, hieß es. "Wir können jetzt auch die Neuauf­lage der Markt­for­schungs­studie ‚Wirt­schafts­faktor Tourismus für Dresden und Elbland‘ ausschreiben, die uns nach 2011 wieder wichtige aktuelle Daten zur Umsatz- und Arbeits­platz­re­le­vanz des Tourismus liefern wird", erklärte Bunge.