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  • Eine Informationstafel nahe der sogenannten Halde A enthält Wissenswertes über die Geschichte des Ortes.
  • Nicht weit entfernt steht eine zweite Stele.
  • Auf der dritten Stele nahe des Kaitzgrundteichs werden die Funktionsweise und Sanierung des Kaitzbachstollens und die jetzige Tier- und Pflanzenwelt vorgestellt.

Neue Infotafeln in Coschütz-Gittersee

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Auf dem ehemaligen Gelände der WISMUT im Gewerbegebiet in Coschütz-Gittersee gibt es drei neue Informationstafeln. Besucher erfahren auf diesen mehr ber die bewegte Geschichte der Uranfabrik 95 und die Nachnutzung zu DDR-Zeiten, die Sanierung der Halde nach der Wende und den nun neu entstandenen Naturraum.

Die Stelen befinden sich direkt auf der sogenannten Halde A sowie nahe des Kaitzgrundteichs. Die Naturregion wird von vielen Spaziergängern und Wanderern genutzt. Doch die  Szene war nicht immer so idyllisch. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts verarbeitete die SAG WISMUT hier Uranerz, wobei große Mengen radioaktiver Rückstände in Schlammteichen (heute Halden A und B) abgelagert wurden.

Aufgrund der hoher Verunreinigung des gesamten Geländes entschied sich die Landeshauptstadt Dresden nach der Wende für eine Komplettsanierung. Die Sanierung, die rund 45 Millionen Euro kosteten sollte, wurde zur Mammutaufgabe. Doch 1993 konnte die Sanierung als Pilotprojekt mit finanzieller Unterstützung des Freistaates Sachsen und des Bundes starten. Sie förderten das Projekt zu 90 Prozent bzw. mit 31,5 Millionen Euro.

Bis zum Jahr 2012 hatten sich auf dem Gelände etwa 60 Firmen angesiedelt. Derzeit sind 120 Unternehmen mit insgesamt 3.800 Mitarbeitern ansässig (Stand Dezember 2022).