Neue Fähr-Verbindung für Dresden geplant
Dresden bekommt eine neue Fähr-Verbindung. Zwischen Pieschen und dem Ostragehege soll künftig wieder eine Fähre beide Elbufer miteinander verbinden. Das hat der Stadtrat beschlossen.
Damit soll eine traditionsreiche Elbquerung wiederbelebt werden. Bis 1996 verband eine Fähre den Stadtteil Pieschen und das Ostragehege. Sie wurde nach über 200 Jahren eingestellt, weil die Fahrgastzahlen zurückgingen. Der Anleger befand sich damals unterhalb vom Ballhaus Watzke.
Das Thema war jahrelang ein heißes Eisen im Rathaus: Viele bevorzugten eine Brücke als Elbquerung. Diese sei umweltfreundlicher und besser für Radler, jedoch auch teurer, hieß es in der hitzigen Debatte.
Die SPD hatte den Antrag der Fährverbindung in den Stadtrat eingebracht und machte sich für diese Form der Querung stark: Eine Machbarkeitsstudie habe deutlich gemacht, dass die Pieschener Fähre mehr Nutzungszahlen haben würde, als beispielsweise die Fähre in Laubegast oder der Verbindung der Neustadt und Johannstadt. SPD-Fraktionsmitglied Stefan Engel: „Eine Fähre erfüllt nicht alle Wünsche, aber sie ist in absehbarer Zeit umsetzbar. Bei einer Brücke waren Zeitplan und städtebauliche Machbarkeit vollkommen offen. [...] Mit der Fähre rückt das Ostragehege mit der Messe, seinen Sportanlagen, neuen Unternehmen und großen Grünflächen nun deutlich näher an Pieschen.“
Oberbürgermeister Dirk Hilbert soll sich nun für weitere Planungen mit den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) abstimmen. Bis Ende September sollen die Pläne stehen und im Rathaus besprochen werden. Ein konkretes Startdatum für die Fähre gibt es noch nicht.