Neuauflage von Gimmlitztal-Prozess gestartet
Der Prozess um den Mord im Gimmlitztal wird seit Dienstagvormittag wieder neu aufgerollt - bereits am Mittag ist der erste Prozesstag nach Verlesung der Anklage und einiger Briefe und Schriftstücke wieder beendet worden. Zum Auftakt hat die Verteidigung noch vor Verlesung der Anklage die Zuständigkeit des Gerichts gerügt: die fünfte Strafkammer sei für Wirtschaftsstraftaten und nicht für Schwurgerichtsverhandlungen zuständig. Diese Rüge wurde nach kurzer Unterbrechung zurückgewiesen. Zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft wollte sich der Angeklagte zunächst nicht äußern. Allerdings wurden vor Gericht mehrere Schreiben verlesen. In einem Brief schilderte der 58-Jährige, dass er den Geschäftsmann nicht getötet habe, sondern sich dieser selbst das Leben genommen habe.Der suspendierte LKA-Beamte soll laut Anklage einen Geschäftsmann aus Hannover im November 2013 in seiner Pension im Gimmlitztal getötet und im Garten vergraben haben. Im ersten Prozess war er wegen Mordes zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Urteil hatte der Bundesgerichtshof aufgehoben. Der Fall wird deshalb nun komplett am Landgericht vor einer anderen Kammer neu verhandelt. Bis Januar 2017 sind 18 Verhandlungstage angesetzt worden. Da der vorsitzende Richter Hans Schlüter-Staats derzeit auch andere große Prozesse (z.B. das Infinus-Verfahren) verhandelt, werden die Prozesstage nach unseren Informationen zeitlich begrenzt. Am kommenden Montag wird der Prozess fortgesetzt.