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Nationalparkverwaltung macht beliebten Wanderweg wieder frei

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Der Wanderweg Eulentilke in der Sächsischen Schweiz, zwischen Nassem Grund und Wilder Hölle, ist wieder begehbar. Eine Spezialfirma für Forstarbeiten fällte vor Ort rund 150 umsturzgefährdete Bäume, zudem wurden bereits umgekippte Gewächse aus dem Weg geräumt. Damit ist die Route wieder sicher und begehbar.

Die Eulentilke ist eine beliebte Strecke bei Wanderern, um nach einem Start im Kirnitzschtal vom Nassen Grund auf kurzem Wege hoch in Richtung Wilde Hölle und Carolaaussicht zu gelangen. Doch nach dem Trockenjahr 2018, dem anschließenden Börkenkäferbefall sowie mehreren Stürmen im vergangenen Jahr starben viele der dort vorhandenen Fichten ab oder knickten um. Auf dem Wanderweg war ein Durchkommen monatelang nur schwer möglich.

Denn bis die Arbeiter anrücken konnten, verging einige Zeit: Die Verwaltung musste zunächst ein sogenanntes „naturschutzrechtliches Befreiungsverfahren“ beantragen. Das ist gerade bei größeren Maßnahmen wie bei der Eulentilke erforderlich. Die Arbeiten müssen dabei so durchgeführt werden, dass beim Freischneiden alle Naturschutzbelange berücksichtigt wurden. Kleinere Windbrüche werden von der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst nahezu täglich von den Wanderwegen befreit. 

Nationalparkleiter Uwe Borrmeister: „Wir sind sehr froh, dass wir dank der eingesetzten Spezialmaschine, in der der Arbeiter weitgehend gegen Baumstürze geschützt ist, nicht mehr passierbare Wege freischneiden können. Doch werden abgestorbene und umsturzgefährdete Bäume langfristig eine waldtypische Gefahr bleiben, auf die sich die Besucher im Nationalpark, wie in allen Wäldern einstellen müssen. Das gilt vor allem, wenn Wind, Schnee oder auch Regen die Bruchgefahr erhöhen. Besucher sollten den Wald dann meiden. Das Begehen von Wegen im Wald geschieht immer auf eigene Gefahr. Durch regelmäßige Entnahme einzelner Bäume entlang von Wegen wird die Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst das Risiko zumindest verringern.“

Seit dem Frühjahr 2021 wurden im Nationalpark rund 110 Wege freigeschnitten, viele davon wiederholt, einzelne bis zu zehnmal. Neben den Bemühungen zum Freischneiden der Wanderwege sorgt die Verwaltung mit der turnusmäßigen Reparatur der Wege und Steiganlagen wie in den Schwedenlöchern dafür, dass Einheimische und Besucher das Gebiet auf allen 400 Kilometern des markierten Wanderwegenetzes erleben können.