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„Napoleon muss untergehen“- neue Sonderausstellung zu nie gezeigten Dokumenten

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Im Militärhistorischen Museum startet am Freitag eine neue Sonderausstellung: „Napoleon muss untergehen“. Die Schau dreht sich rund um den Generalfeldmarschall Barclay de Tolly, einen der wichtigsten Gegenspieler Napoleons, der allerdings in Vergessenheit geraten war - zumindest bis jetzt.

Denn im Jahr 2021 konnte das Museum unverhofft den Nachlass des russischen Generals, bestehend aus 200 Dokumenten, erwerben. Ein wahrer Glücksgriff, so bezeichnete es Gerhard Bauer, der wissenschaftliche Leiter des Museums: „Es war schlicht und einfach so, dass ein Kunsthändler einen Koffer gefunden hat, in dem unter anderem diese Dokumente Barcley de Tollys lagen.“ Anschließend bot er diese dem Dresdner Museum zum Kauf an. Nach langer Prüfung sagte das Museum zu.  „Billig war es nicht, aber es war angemessen“, verriet Bauer, weitere Details nannte er nicht.

Wie uns Eric Zimmermann, der Hauptkurator der Schau sagte, ergänzte man die Dokumente durch viele Miniaturnachbildungen, originalen Uniformen, Bildern und Grafiken, „um diese Dokumente leichter zum Sprechen zu bringen“. Entstanden ist eine Ausstellung, die auch für Laien ansprechend ist.

Barcley de Tolly war maßgeblich für Napoleons Untergang verantwortlich. Achtmal stand er dem Franzosen gegenüber, so auch in den Schlachten Leipzig, Dresden sowie Bautzen. Die Ausstellung widmet sich auch diesen  lokalen Bezügen.

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Das Militärhistorische Museum hat von Montag bis Samstag geöffnet, Mittwoch ist Schließtag. Der Eintritt kostet 5 Euro. 

Die Ausstellung wird auch von tschechischen sowie englischen Texten begleitet. Weitere Details gibt es auf der Website des Museums.